브레스저널 The Breath Journal

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Am Zugfenster lehnen und das Grün vorbeiziehen lassen

배진경·Veröffentlicht 2026-01-27 22:25 KST
Feldraine und Strommasten, die unter einem bedeckten Himmel vorbeiziehen
Auch ohne Festhalten kommt die Landschaft weiter
Auch ohne Festhalten kommt die Landschaft weiter / Foto Robert Schwarz · Pexels

Ein alter Holzfensterrahmen teilt das Bild waagerecht. Hinter dem Glas ziehen ein bedeckter Himmel und ein Strommast vorbei, dazu dichtes grünes Gebüsch und ein niedriger Holzzaun. Innen liegen rote Samtsitze im Halbdunkel, und das Licht ist schwach und gleichmäßig wie am späten Nachmittag.

Wer an einem solchen Fenster sitzt, dessen Augen werden als Erstes geschäftig. Man zählt die vorbeiziehenden Zaunpfähle einzeln und stellt den Blick scharf, um weit entfernte Dächer zu lesen. Dabei sind die Schultern hochgezogen, und in den Fingerspitzen auf dem Fensterrahmen steckt Spannung.

Es ist der Wunsch, etwas festzuhalten. Die Gewohnheit, das Vorbeiziehende als Verlust zu empfinden, neigt den Körper immer weiter nach vorn.

Legen wir den Blick locker auf eine Handbreit vor die Scheibe und lassen wir das vorbeiziehende Grün einfach vorbeiziehen. Während man bis drei zählt, kann man ausatmen und die Schultern zum Fenster hin sinken lassen. Wie wäre es, sich etwa drei Minuten zu gönnen, in denen man sich nicht merken muss, was vorbeigezogen ist.

Dieselbe Lockerheit lässt sich auch nachts herstellen. Man löscht das Licht, legt sich gerade unter die Decke und stellt in Ruhe fest, dass die beiden Füße, die den ganzen Tag den Boden berührt haben, nun nichts mehr berühren. Wie stark die Mitte der Fußsohle in die Decke gedrückt wird, wie unterschiedlich der linke und der rechte Fuß aufliegen, das beobachtet man einfach. Man darf das Bemerkte auch unsortiert liegen lassen.

Der Zug fährt weiter, und das Grün kommt weiter.

Bae Jin-kyung, Redakteurin · Breath.Social

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