브레스저널 The Breath Journal

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Zwei Laternen in der Gasse, ein Türspalt

편집부·Veröffentlicht 2026-08-15 17:57 KST
Über die Hand, die diesen Weg zwischen den Steinmauern auch nach Sonnenuntergang beleuchtet hält
Hell genug, um bis zur nächsten Laterne zu gehen
Hell genug, um bis zur nächsten Laterne zu gehen / Foto Leeloo The First · Pexels

Eine Laterne an der Steinmauer brennt oben an der linken Wand. Darunter hängt ein weißes Namensschild ein wenig schief, die Schrift hat zwei Zeilen, aus der Entfernung ist sie nicht zu lesen. Weil die Mauer aus großen und kleinen Steinen zusammengefügt ist, tritt die Oberfläche überall dort rau hervor, wo das Licht sie erreicht. Der Himmel ist dunkelblau, durch eine Wolkenlücke bleibt ein schmaler Rest Tageslicht.

Weiter hinten in der Gasse steht noch eine Laterne. Der Abstand zwischen beiden ist groß, deshalb ist das Kopfsteinpflaster in der Mitte fast schwarz. Trotzdem gehen die Leute dort. Wer hier wohnt, wird die Breite der Dunkelheit mit den Füßen auswendig kennen.

Laternen gehen nicht von selbst an. Jemand prüft die Leitungen, wechselt trüb gewordene Birnen und zieht die Einschaltzeit in der Jahreszeit, in der die Tage kürzer werden, Stück für Stück vor. Solche Hände bewegen sich meist erst, wenn es dunkel geworden ist.

Arbeit, die um sechs Uhr abends beginnt, und Betreuung, die weitergeht, nachdem Kita und Schule geschlossen haben, liegen in einer ähnlichen Tageszeit. Anders als die Arbeit bei Tageslicht ist sie nur kaum zu sehen.

Ich sehe wieder nach rechts. Zwischen den Mauern steht eine Tür etwa zwei Fingerglieder weit offen, und daraus fließt ein senkrechter, langer oranger Streifen bis auf den Boden. Eine Farbe, röter und tiefer als das Gelb der Straßenlaterne.

Es ist das Zeichen, dass drinnen jemand ist. Verwaltetes Licht und lebendes Licht brennen in einer Gasse in verschiedenen Farben.

Rechts darunter ist ein niedriger Bogen in die Mauer eingelassen. Groß genug, dass ein Erwachsener sich bücken muss, um hineinzukommen, jetzt ist er leer und finster. Es wird Abende gegeben haben, an denen dort jemand saß und auf jemanden wartete. Sieht man das Foto noch einmal an, wirkt der schwarze Abschnitt zwischen den beiden Laternen etwas kürzer als zuerst.

Redaktion · Breath.Culture

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