
Das im Januar vergangenen Jahres verabschiedete "Gesetz zur schülerbezogenen integrierten Unterstützung" (학생맞춤통합지원법) tritt im kommenden Monat in Kraft. Es ist ein System, das die Schwierigkeiten von Schülern von mangelnden Grundkompetenzen über wirtschaftliche Not, psychische und emotionale Probleme, Schulgewalt bis hin zu Kindesmisshandlung frühzeitig gemeinsam lösen soll. Bisher war das meist Sache einer einzigen Person, des Klassenlehrers. Ab dem kommenden Monat, wenn das neue Schuljahr beginnt, teilen sich Schule, Bildungsamt und regionale Einrichtungen diese Aufgabe.
Das Bildungsministerium stellte am 12. dieses Monats den "Plan zum Aufbau des Systems der schülerbezogenen integrierten Unterstützung 2026" vor. Der Plan legt klar fest, wer wofür verantwortlich ist. Nachdem die zu unterstützenden Schüler bestimmt sind, leitet der Schulleiter den eigentlichen Unterstützungsprozess, die Abstimmung zwischen Abteilungen und Zuständigen übernimmt der stellvertretende Schulleiter. Auch der Kreis der Beteiligten in der Schule wurde über den Klassenlehrer und die Zuständigen für die einzelnen Programme hinaus auf die Zuständigen für Lernen, Wohlfahrt, Gesundheit, Berufsorientierung und Beratung erweitert.
Warum diese Änderung nötig war, steht in den Aufzeichnungen der vergangenen drei Jahre. Das Bildungsministerium benannte von 2023 bis zum vergangenen Jahr 436 Pilotschulen und erprobte das System vorab. Dabei wurden Fälle bekannt, in denen ein Lehrer das Frühstück für einen Schüler ohne Mahlzeiten besorgte und ein Lehrer stellvertretend die Reparatur der Toilette in der Wohnung eines Schülers in Erfahrung brachte. Das Bildungsministerium erklärte, dies sei zustande gekommen, weil die zuständigen Lehrer die Gemeinde direkt um Hilfe gebeten hätten.
In derselben Pilotphase stellte das Bildungsministerium auch ein anderes Problem fest. Es habe Fälle gegeben, in denen Lehrer wegen des mangelnden Interesses von Schulleitern und stellvertretenden Schulleitern eine übermäßige Arbeitsbelastung empfanden. Frühstück und Toilette lassen sich leicht als rührende Geschichten konsumieren, dahinter aber standen Lehrer, die allein eine Stelle finden mussten, bei der sie um Hilfe bitten konnten. Der Grund, die Leitung durch den Schulleiter und die Abstimmung durch den stellvertretenden Schulleiter schriftlich festzuschreiben, stammt aus diesen Erfahrungen.
Außerhalb der Schule laufen die Anlaufstellen an einer Stelle zusammen. Unterstützungsanfragen für Schüler, die mehrere Schwierigkeiten zugleich tragen, werden bei den Zentren für schülerbezogene integrierte Unterstützung gebündelt, die in den Bildungs(unterstützungs)ämtern eingerichtet werden. Das Bildungsministerium plant, diese Zentren noch in diesem Monat bei den 17 Bildungsämtern der Städte und Provinzen und den 176 regionalen Bildungsunterstützungsämtern einzurichten. Noch in diesem Jahr werden 241 kommunale Beamte zusätzlich in den Zentren eingesetzt.
Die Zentren vermitteln Anliegen, die Schulen selbst nur schwer lösen können, an regionale Einrichtungen. Als Partner werden Zentren für psychische Gesundheit und Wohlfahrt, Beratungs- und Wohlfahrtszentren für Jugendliche, Fachstellen für Kinderschutz sowie Kliniken und Arztpraxen genannt. Für die schülerbezogene integrierte Unterstützung sind 26,1 Milliarden Won vorgesehen. Im Laufe dieses Monats wird ein Leitfaden für den Betrieb verteilt, ein zentrales Zentrum für schülerbezogene integrierte Unterstützung wird gesondert benannt, und ein Politikbeirat mit Lehrkräften aus der Praxis, Fachleuten und Eltern wird gebildet.
Offen bleibt, ob dieser Entwurf im März in den Klassenzimmern genauso funktioniert. Da die Einrichtung der Zentren und die Verteilung des Leitfadens noch in diesem Monat abgeschlossen werden sollen, bleibt den Schulen wenig Zeit, sich mit den neuen Abläufen vertraut zu machen. Auch wie das Personal auf die einzelnen Behörden verteilt wird, ist noch nicht entschieden. Über Erfolg oder Misserfolg des Systems entscheidet der Moment, in dem ein Lehrer, der einen Schüler in einer Krise entdeckt, nicht zögert, wen er kontaktieren soll.
In der ersten Märzwoche rufen in den Klassenzimmern im ganzen Land neue Klassenlehrer die Namen der Schüler auf. Einige von ihnen werden mit Umständen dasitzen, über die sie bis zum vergangenen Jahr mit niemandem sprechen konnten. Was sich ändert, ist, dass ein Lehrer, der diese Umstände bemerkt, nicht mehr allein nach einer Lösung suchen muss. Auch die Stellen, bei denen Eltern und Schüler um Hilfe bitten können, liegen nun nicht mehr nur innerhalb der Schulmauern.
