
Das Korean Educational Development Institute (한국교육개발원) hat am 4. September das „Forum für Bildungspolitik" (교육정책포럼) herausgegeben. Darin ist die Zahl der Verfahren der Ausschüsse zum Schutz der Lehrerrechte im Schuljahr 2024 mit 4034 angegeben. Verglichen mit vor fünf Jahren ist das das 3,4-Fache.
59 Prozent der Verfahren des Schuljahres 2024 kamen aus Mittelschulen.
An Mittelschulen wurde als häufigste Form benannt, dass Schüler den Unterricht absichtlich stören. An Grundschulen galt die wiederholte unangemessene Einmischung von Eltern als häufigste Form, und bei den Verfahren wegen Beeinträchtigung der Bildungstätigkeit an Grundschulen gingen gut drei von zehn Fällen auf Erziehungsberechtigte zurück.
Der Ausschuss zum Schutz der Lehrerrechte tritt bei einer Beeinträchtigung der Bildungstätigkeit auf Ebene der Schule oder des Bildungsamts (교육지원청) zusammen. Er berät, ob die Beeinträchtigung anerkannt wird, wie die Lehrkraft geschützt wird und welche Maßnahme gegen den Schüler verhängt wird. Läuft das Verfahren, bleiben Aufzeichnungen zurück, und es ergeht eine Maßnahme.
Spuren davon, dass es in den Klassenzimmern schwerer geworden ist, finden sich auch in anderen Statistiken. Die von der School Safety Mutual Aid Association (학교안전공제중앙회) erfassten Schulunfälle stiegen drei Jahre in Folge, von 193.177 Fällen im Jahr 2023 auf 211.650 im Jahr 2024 und 220.136 im Jahr 2025. Es handelt sich um Sachverhalte anderer Art als die Verfahren der Ausschüsse zum Schutz der Lehrerrechte, gleich ist aber, dass Vorfälle an Schulen Jahr für Jahr häufiger in ein förmliches Verfahren gelangen.
Detaillierte Angaben sind bis zum Schuljahr 2024 veröffentlicht. Die Zahl der Sitzungen im Schuljahr 2025 wurde ebenfalls behandelt, doch die Verteilung nach Schulstufen oder die Formen lassen sich noch nicht einsehen.
Etwa die Hälfte der Ausschüsse beim Bildungsministerium hat im gesamten Jahr 2025 kein einziges Mal eine Präsenzsitzung abgehalten. Neun Ausschüsse waren im vierten Jahr ohne nennenswerte Tätigkeit. Der Ausschuss für die Politik der Bildungseinrichtungen (교육시설정책위원회), der die Standards für Sicherheit und Instandhaltung von Bildungseinrichtungen berät, wurde seit 2026 nur im schriftlichen Verfahren geführt.
Die Zahl 4034 ist auch ein Zeichen dafür, dass Lehrkräfte einen Weg zum Schutz bekommen haben. Was früher die Klassenlehrerin allein hinuntergeschluckt hätte, wird jetzt zum Tagesordnungspunkt eines Ausschusses. Das allein ist ein Fortschritt. Die Verfahren für Lehrkräfte und Schüler, für Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte, die nach Abschluss der Beratung im selben Klassenzimmer wieder zusammensitzen müssen, sind nicht im selben Maß dichter geworden.
Wenn die nächsten Daten erscheinen, ist weniger der Zuwachs zu prüfen als vielmehr, wie es den Schulen nach dem Verfahren ergangen ist. Werden die Maßnahmen und der weitere Verlauf zusammen veröffentlicht, entsteht eine Grundlage, um die Zeit nach der Bestrafung zu gestalten.
