
Das Wohlfahrtszentrum für Schulbeschäftigte des Bildungsamts Gyeonggi-do hat am 16. Juni mit der Suwoner Projektgruppe für psychische Gesundheit eine Vereinbarung über den Aufbau eines Kooperationssystems zur Unterstützung der psychischen Gesundheit von Schulbeschäftigten geschlossen. Der Inhalt: Die Reaktion auf psychische Krisen von Schulbeschäftigten, die bisher nur innerhalb der Schule und des Bildungsamts ablief, wird auf regionale Einrichtungen für psychische Gesundheit ausgeweitet. Die Vereinbarung umfasst drei Punkte: Krisenintervention und Nachsorge, Beratung zu Projekten der psychischen Gesundheit sowie Unterstützung bei Schulungen zu Prävention und Förderung.
Die Suwoner Projektgruppe für psychische Gesundheit ist nicht der Name einer einzelnen Einrichtung. Es ist die Sammelbezeichnung für sechs Stellen, darunter das Suwoner Zentrum für Glück und psychische Gesundheit sowie die Zentren für psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, von Erwachsenen und von älteren Menschen, das integrierte Zentrum für Suchtbetreuung und das Zentrum für Suizidprävention. Je nach Lage der einzelnen Lehrkraft wird eine andere Einrichtung eingeschaltet.
Die Aufgaben sind aufgeteilt. Die Ersthilfe wie die Einschätzung psychiatrischer Risiken, die psychologische Notfallintervention sowie die Vermittlung in medizinische Einrichtungen und in stationäre Behandlung übernimmt die Suwoner Projektgruppe für psychische Gesundheit. Das Wohlfahrtszentrum für Schulbeschäftigte betreibt psychologische Fachberatung und Genesungsprogramme und kümmert sich, angebunden an das bestehende eigene System der psychologischen Unterstützung, um die Nachsorge und die Rückkehr in den Dienst.
Diese Aufteilung ist wichtig, weil sie zeigt, wo bisher die Lücke lag. Wen man im Moment der Krise anrufen soll und wie man nach einem Krankenhausaufenthalt an das Pult zurückkehrt, war eher Sache jedes Einzelnen. Die Vereinbarung benennt für diese beiden Enden jeweils eine andere Einrichtung als zuständig.
Das Wohlfahrtszentrum für Schulbeschäftigte erklärte, es wolle ausgehend von dieser Vereinbarung bis Juli nach und nach mit den Zentren für psychische Gesundheit in den 31 Städten und Landkreisen der Provinz Gyeonggi Vereinbarungen schließen. Suwon ist die erste. Ob das von Direktor Han Geun-su geleitete Zentrum mit den übrigen 30 Städten und Landkreisen dieselbe Verbindung zustande bringt, zeigt sich im Lauf des kommenden Monats. Bedingungen der Umsetzung wie die Laufzeit der Vereinbarung oder das eingesetzte Personal wurden bei dieser Bekanntgabe nicht genannt.
Zur gleichen Zeit waren aus der schulischen Beratungspraxis andere Stimmen zu hören. Die Landesgewerkschaft der Beratungsfachlehrkräfte übte Kritik an den Suizidpräventionsmaßnahmen des Bildungsministeriums. Die Einzelheiten der Maßnahmen und die Forderungen der Gewerkschaft sind noch nicht veröffentlicht, doch die Tatsache selbst, dass das Beratungspersonal, das den Schülerinnen und Schülern gegenübersitzt, Einspruch gegen die Form der Politik erhoben hat, ist festgehalten.
Das System für Schulbeschäftigte und das System für Schülerinnen und Schüler laufen weiterhin getrennt. Nutznießer dieser Vereinbarung sind die Schulbeschäftigten, die Beratungslehrkräfte haben es mit Schülerinnen und Schülern zu tun. Doch beide Gruppen befinden sich in derselben Schule. Dass sich die Krise der einen Seite abwenden lässt, während die Erschöpfung der anderen unbeachtet bleibt, ist schwer anzunehmen.
In den Regionen gab es auch Versuche anderer Art. Das Zentrum für psychische Gesundheit der Stadt Gyeongju in Nord-Gyeongsang veranstaltete am 10. Juni für rund 60 Grundschullehrkräfte der Region eine Schulung mit dem Titel 'Langsam lernende Kinder verstehen und unterstützen'. Dieses von Zentrumsleiter Park Jae-hong geführte Zentrum befasste sich mit Kindern und Jugendlichen im Grenzbereich der Intelligenz, mit einem Intelligenzquotienten von 71-84. Ein Fall, in dem eine regionale Einrichtung für psychische Gesundheit über die Erweiterung des Verständnisses der Lehrkräfte in die Schule gelangt ist.
Die Vereinbarung in Suwon und der Vortrag in Gyeongju sind verschiedene Vorhaben, sie berühren sich aber an einem Punkt. Die Infrastruktur für psychische Gesundheit außerhalb der Schule beginnt sich mit der Arbeit innerhalb der Schule zu verbinden. Bisher hing die seelische Fürsorge an der Schule zu großen Teilen vom Wesen der einzelnen Lehrkraft oder vom Interesse der Schulleitung ab.
Der Zeitplan mit 31 Städten und Landkreisen bis Juli ist knapp. Eine Vereinbarung zu unterschreiben und eine Ansprechperson zu benennen, die tatsächlich die Anrufe entgegennimmt, sind zwei verschiedene Dinge. Was nötig ist, um diesen Abstand zu schließen, lässt sich erst sagen, wenn der erste Fall in der Praxis funktioniert hat.
