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Feinstaub auf Stadtteilebene im Blick, Cheollian 6 besteht die Vorprüfung

김범수·Veröffentlicht 2026-08-25 07:49 KST
Sieben Jahre Entwicklung, Start 2033, Feinstaub PM2,5 und rote Tiden von einem Satelliten aus
Der Cheollian-Satellit 6 beobachtet Luft und Meer gleichzeitig von einem Gerät aus
Der Cheollian-Satellit 6 beobachtet Luft und Meer gleichzeitig von einem Gerät aus / ⓒ Breath Journal

Das Entwicklungsprojekt für einen Umwelt- und Meeressatelliten in geostationärer Umlaufbahn hat die Hürde der Vorprüfung der Wirtschaftlichkeit genommen. Es handelt sich um das Projekt Cheollian-Satellit 6 (천리안위성 6호), das das Ministerium für Klima, Energie und Umwelt, das Ministerium für Ozeane und Fischerei und die Raumfahrtbehörde KASA gemeinsam geplant haben. Dass die Prüfung bestanden ist, wurde am 25. August bekannt gegeben. Die Gesamtkosten wurden mit rund 769,4 Milliarden Won angesetzt.

Die Entwicklungszeit beträgt sieben Jahre. Man beginnt 2027 und peilt den Start für 2033 an. Die drei Behörden beginnen in Kürze damit, einen detaillierten Projektplan aufzustellen und das Budget zu sichern, sowie mit dem Verfahren zur Auswahl der Forschungs- und Entwicklungseinrichtung.

Das Vorbild der Aufgabe, die dieser Satellit übernimmt, ist der 2020 in den Himmel gestiegene Cheollian-Satellit 2B. Damals trug 2B als weltweit erster Satellit ein Umweltinstrument, das Luftschadstoffe wie Feinstaub aus der geostationären Umlaufbahn tagsüber durchgehend beobachtet. Auch ein geostationärer Satellit, der Umweltinstrument und Meeresinstrument in einem Körper vereint, war mit 2B der erste. Satellit 6 übernimmt diese Beobachtungen.

Die Mission von 2B endet 2030.

Was Satellit 6 erfassen soll, ist feiner aufgeteilt. Mit mehr Beobachtungskanälen und höherer Auflösung liest er Feinstaub PM2,5, bodennahes Ozon und die durch Waldbrände aufgewühlte Luft. Auf dem Meer verfolgt er rote Tiden, Ölaustritte und die Bewegung von Wasser mit niedrigem Salzgehalt. Luftschadstoffe im Mittel auf der Ebene einzelner Stadtviertel (동) zu erfassen, ist das Ziel des Umweltinstruments.

Auch Zahlen zur Leistungsverbesserung liegen vor. Die räumliche Auflösung des Umweltinstruments wird von 7×8 km auf 4,5×5 km verdichtet. Ein Kanal im sichtbaren Licht von 540-740 nm kommt neu hinzu, misst Ozon und Aerosole innerhalb von 2 km über dem Boden genauer und erzeugt neue Beobachtungsdaten wie nächtliche Beleuchtungsstärke und sonneninduzierte Chlorophyllfluoreszenz.

Die beiden Instrumente, die bisher abwechselnd beobachteten, arbeiten bei Satellit 6 gemeinsam
Die beiden Instrumente, die bisher abwechselnd beobachteten, arbeiten bei Satellit 6 gemeinsam / ⓒ Breath Journal

Beim Meeresinstrument steigt die Zahl der Kanäle von 12 auf 16, fünf Polarisationskanäle kommen hinzu, und das Signal-Rausch-Verhältnis steigt von 788 auf 1030 um rund 30 Prozent. Auf dieser Grundlage sollen schädliche Algen nach Arten unterschieden und auch Seenebel überwacht werden.

2B ließ Umweltinstrument und Meeresinstrument abwechselnd für je 30 Minuten laufen. Satellit 6 schaltet beide gleichzeitig ein. Auch die Beobachtungszeit steigt auf 60 Minuten. Diese Leistungswerte sind Zielwerte aus der Planungsphase des Projekts und können im Lauf der Entwicklung noch angepasst werden.

Auch technologische Eigenständigkeit ist eine Achse dieses Projekts. Die Instrumente geostationärer Satelliten, für die man sich bisher auf das Ausland stützte, werden im Inland gefertigt. Ein hybrides Antriebssystem aus chemischem und elektrischem Antrieb sowie die Technik, Umwelt- und Meeresinstrument gleichzeitig zu betreiben, werden ebenfalls im Inland entwickelt. Die Raumfahrtbehörde KASA will auf ein privatwirtschaftlich geführtes System der Satellitenentwicklung umsteigen und die Beteiligung von Unternehmen ausweiten, auch Satellitensystem und Satellitenbus sollen federführend von inländischen Industriebetrieben gebaut werden.

Kim Jin-hee, Leiterin des Satellitenbereichs der Raumfahrtbehörde KASA, bezeichnete Satellit 6 als zentrales staatliches Weltraumgut und kündigte an, die inländische Entwicklung von Schlüsseltechnologien auszuweiten. Jang Myo-in, Leiter des Nationalen Amts für Hydrographie und Ozeanographie, erklärte, die von Cheollian 1 bis 6 über mehr als 30 Jahre gesammelten Meeresbeobachtungsdaten würden für die Meeres- und Fischereipolitik und für den Umgang mit dem Klimawandel genutzt. Seong Ji-won, Leiter der Abteilung für Luftumweltforschung am Nationalen Institut für Umweltforschung, sagte, die bei Entwicklung und Betrieb von 2B gewonnenen Erfahrungen würden bei Satellit 6 weiterentwickelt und für Umweltinformationsdienste genutzt.

Beobachtung ist der Ausgangspunkt jeder Gegenmaßnahme. Erst wenn man weiß, wo und wie stark sich die Lage verschlechtert hat, lässt sich festlegen, was verringert werden soll. Wenn der Satellit die Luft auf Stadtteilebene abzutasten beginnt, wird auch der Adressat der Politik zur Emissionsminderung entsprechend genauer. Darauf muss bis 2033 gewartet werden, doch auch in der Zwischenzeit fließen die Daten von 2B weiter.

Die vom Umweltsatelliten beobachteten Bilder der Luftqualität über der koreanischen Halbinsel veröffentlicht das Umweltsatellitenzentrum des Nationalen Instituts für Umweltforschung. Auch wie sich Stickstoffdioxid über einer Region ausgebreitet hat, lässt sich dort einsehen.

Kim Beom-su, Redakteur · Breath.Earth

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