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4421 Steinelemente in Changdeokgung und Jongmyo als hellrosa Granit bestimmt

김범수·Veröffentlicht 2026-05-28 14:59 KST
4421 Steinelemente in Changdeokgung und Jongmyo als hellrosa Granit nachgewiesen
Der rötliche Ton der Sockelsteine von Changdeokgung ist die Farbe der Berghänge Seouls
Der rötliche Ton der Sockelsteine von Changdeokgung ist die Farbe der Berghänge Seouls / ⓒ Breath Journal

Das Nationale Forschungsinstitut für Kulturerbe der Korea Heritage Service hat am 28. den Bericht „Wissenschaftliche Informationen zu den in den Welterbestätten Changdeokgung und Jongmyo verwendeten Steinen" vorgelegt. Bei der Einzeluntersuchung von 4421 Steinen, 2922 in Changdeokgung und 1499 in Jongmyo, erwies sich der größte Teil davon als hellrosa Granit. Damit wurde erstmals quantitativ erfasst, welche Steine die Dynastie beim Bau von Palast und Ahnenschrein verwendete und woher sie stammten.

Hellrosa Granit ist, wie der Name sagt, ein Stein, über dessen weißen Grund sich ein blasser Aprikoseton zieht. Die Feldspatkörner tragen einen rötlichen Schimmer, der nach Regen oder bei tief stehender Sonne besonders deutlich hervortritt. Legt man die Handfläche auf, spürt man die rauen Kristalle, und unter dem Fuß klingt er härter und trockener als Sandstein.

Bei der Begehung der Berge im Raum Seoul stellte das Institut fest, dass in den Bergen rund um die Hauptstadt, darunter Ansan, Inwangsan und Bugaksan, hellrosa Granit desselben Typs mit mittlerer bis grober Körnung vorkommt. Das bedeutet, dass die Bodenplatten der Palasthöfe und die Sockel von Jongmyo dieselbe Mineralzusammensetzung haben wie die Bergkämme rings um die Hauptstadt. Welcher Gipfel tatsächlich als Steinbruch diente, wurde nicht im Einzelnen festgelegt; nachgewiesen wurde die geologische Übereinstimmung, dass dort derselbe Gesteinskörper vorkommt.

In Zahlen: Rechnet man in Changdeokgung die Neuteile aus Biotitgranit heraus, die 2020 bei der Wiederherstellung der Terrasse des Donhwamun und 1994 bei der Wiederherstellung der Injeongjeon eingesetzt wurden, so bestehen über 90 Prozent aus hellrosa Granit. In Jongmyo liegt dieser Anteil über 99 Prozent. Dass die Struktur der Steine umso einheitlicher blieb, je näher der Raum an den Ahnentafeln lag, trat so in der trockenen Sprache der Statistik zutage.

Die Untersuchung ist das Ergebnis des 2023 begonnenen „Projekts zur wissenschaftlichen Untersuchung der steinernen Kulturgüter der Palastanlagen und des Jongmyo in Seoul". Die Korea Heritage Service erklärt, für eine originalgetreue Wiederherstellung steinerner Kulturgüter brauche es Steine desselben Materials wie das ursprüngliche, doch fehlten oft Aufzeichnungen über die Herkunftsorte zur Bauzeit, oder in den betreffenden Bergen lasse sich heute kein Stein mehr brechen. Die Berge innerhalb und außerhalb der Hauptstadt sind größtenteils Schutzgebiete geworden, und Steinbruch bedeutet für sich genommen, einen Berg abzutragen.

Hier stoßen Bewahrung und Nutzung aufeinander. Die dem Original treueste Wiederherstellung wäre, die ursprünglichen Berge erneut zu öffnen, doch auch diese Berge sind zu schützen. Deshalb hat das Institut alte Schriftquellen durchgesehen und Angaben zu tatsächlichen wie zu alternativen Steinbrüchen zusammengetragen, und im selben Zusammenhang steht der mineralogische und geochemische Vergleich der Granite aus dem Raum Seoul und Pocheon im Bericht. Ob der Stein aus Pocheon als Ersatzmaterial gewählt wird, ist nicht entschieden.

Die Ergebnisse der Materialanalyse wurden farbig auf Zeichnungen übertragen. So ist auf einen Blick zu sehen, welcher Stein welcher Treppe der ursprüngliche ist und welcher später ausgetauscht wurde. Es ist eine Art, den Palast weniger als ein einzelnes Bauwerk denn als eine Ansammlung von Tausenden einzelnen Steinen neu zu lesen.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung, geleitet von Lim Jong-deok, dem Direktor des Nationalen Forschungsinstituts für Kulturerbe, sind auf der Website Korea Heritage Knowledge Link kostenlos als E-Book einzusehen. Schließt man den Bildschirm, bleibt ein Weg, den man gehen kann. Wer durch das Donhwamun eintritt, über die Bodenplatten im Vorhof der Injeongjeon geht und bis zum Sockel der Haupthalle des Jongmyo läuft, kann dabei auf den rötlichen Ton unter den Füßen achten. Hebt man den Kopf, steht jenseits der Mauer der Kamm des Inwangsan in genau dieser Farbe.

Kim Beom-su, Reporter · Breath.Culture

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