브레스저널 The Breath Journal

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Jenseits des Fensterrahmens zieht das Gras vorbei

배진경·Veröffentlicht 2026-05-21 16:54 KST
Drei Minuten eines trüben Nachmittags, die man einfach ziehen lässt, ohne sie festzuhalten
Auch wenn man ihr nicht folgt, zieht die Landschaft ganz vorbei
Auch wenn man ihr nicht folgt, zieht die Landschaft ganz vorbei / Foto Robert Schwarz · Pexels

Ein alter Holzfensterrahmen teilt das Bild waagerecht. Das Licht des trüben Nachmittags liegt dünn auf dem Glas und hat die Farben um eine Schicht gedämpft, und vor dem Fenster hängen nasses grünes Gras, ein morscher Lattenzaun, ein Strommast und eine durchhängende Leitung. Der rote Sitz, der unten ein Stück ins Bild ragt, wirkt vom langen Sitzen abgenutzt.

Sitzt man in einem solchen Wagen, sinken die Schultern eine Handbreit. Legt man den Ellbogen auf den Fensterrahmen, spürt man die lauwarme Maserung des Holzes, und durch die Fußsohlen steigt das leichte Zittern des Bodens herauf. Der Atem wird, auch ohne dass man ihn eigens gleichmäßig macht, dem Grün vor dem Fenster folgend etwas länger.

Doch die Augen wollen ständig etwas festhalten. Ein vorbeiziehendes Dach, die Lücke im Zaun, ein verschwommenes Dorf in der Ferne. Die Gewohnheit, Namen zu vergeben und sich etwas zu merken, arbeitet auch in der Ruhezeit.

Man könnte den Blick drei Minuten lang unscharf lassen. Lässt man ihn, anstatt einem einzelnen Punkt zu folgen, geistesabwesend auf der ganzen Fensterscheibe ruhen, bleibt die Landschaft nicht im Auge haften und gleitet seitlich vorbei. Zählen wir nicht, was uns entgangen ist, und lassen wir es einfach ziehen.

Dieselben drei Minuten öffnen sich abends auch an den Fingerspitzen beim Zusammenlegen der Wäsche. Während man das Handtuch in der Mitte faltet und die Ecken aufeinanderlegt, lässt man die Augen, ohne dem Muster des Stoffs zu folgen, am Rand des gefalteten Stapels ruhen, und schaut in dieser Zeit nach, ob die Backenzähne aufeinanderliegen. Liegt der Kiefer fest zusammen, lässt man ihn so, wie er ist, und nimmt es nur wahr. Die Wäsche wird weniger, und die Falten brechen ab und setzen sich wieder fort wie der Zaun vor dem Fenster.

Der Zug fährt weiter, und das Fenster ist kurz leer und füllt sich wieder mit Grün.

Redakteurin Bae Jin-kyung · Breath.Social

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