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Um halb sechs Uhr morgens brannte ein Baum vor der Jaseondang

김범수·Veröffentlicht 2026-03-28 17:26 KST
20 Minuten Feuer nahe dem Sambimun im Gyeongbokgung, die dünne Zeit eines 600 Jahre alten Holzpalastes
Die hölzernen Pavillons des Gyeongbokgung sind bei trockener Frühlingsluft am anfälligsten
Die hölzernen Pavillons des Gyeongbokgung sind bei trockener Frühlingsluft am anfälligsten / Foto Frank Schulenburg · CC BY-SA 4.0

Am 28. März 2026 gegen 5.30 Uhr brach nahe dem Sambimun (三備門) vor der Jaseondang im Gyeongbokgung in Seoul ein Feuer aus. Ein Sicherheitsmitarbeiter, der nachts durch den Palast ging, entdeckte den Rauch und löschte ihn selbst mit Feuerlöscher und Hydrant, gegen 5.50 Uhr waren die Flammen unter Kontrolle. Eine Hilfssäule der Seitentür neben dem Sambimun und ein Teil des Sinbangmok (信枋木) wurden beschädigt, verletzt wurde niemand.

Der Sinbangmok ist das Holz am unteren Ende des Türpfostens, das die Achse trägt, um die der Türflügel schwingt. Wenn eine handtellergroße Fläche schwarz versengt ist, findet dieses Holz seine ursprüngliche Maserung nicht wieder. Die Oberfläche einer Kiefer, die Jahrhunderte überdauert hat, änderte in der trockenen Morgenluft binnen 20 Minuten ihre Beschaffenheit, und darin liegt der Grund, warum Menschen, die mit Holzarchitektur umgehen, das Feuer fürchten.

Das Gyeongbokgung ist der Hauptpalast der Joseon-Dynastie. 1963 wurde es als historische Stätte ausgewiesen, und die Jaseondang direkt vor der Brandstelle, das Gebäude, in dem der Kronprinz und die Kronprinzessin wohnten, wurde 1999 rekonstruiert. Das nun versengte Holz gehörte also zu einem Bereich, in dem die Zeit der Dynastie und die Zeit der Rekonstruktion nebeneinanderstehen.

Die Angaben zur Dauer der Löscharbeiten weichen leicht voneinander ab, zwischen gut 20 Minuten, gut 10 Minuten und 15 Minuten. Auch über die Brandursache gehen die Angaben auseinander. Die Korea Heritage Service teilte mit, nach den Untersuchungen der Feuerwehr und weiterer beteiligter Stellen werde eine Selbstentzündung vermutet, und Bewegungen von Personen seien zur Brandzeit im Umfeld des Ortes nicht festgestellt worden. Von der Feuerwehr hieß es dagegen bei der gemeinsamen Spurensicherung sinngemäß, eine Selbstentzündung sei schwer anzunehmen.

Auch die Zeit nach dem Löschen verlief nicht still. Die Verwaltung des Gyeongbokgung meldete den Brand der Feuerwehr, nachdem sie ihn selbst gelöscht hatte. Zur Öffnung um 9 Uhr wurden nahe dem Sambimun Sichtschutzwände aufgestellt und die Besucherwege angepasst, das Gyeongbokgung öffnete an jenem Tag regulär. Heo Min, der Leiter der Korea Heritage Service, kam noch am selben Tag an den Ort und verschaffte sich einen Überblick über die Lage.

Die Mitteilung kam spät. Die Korea Heritage Service informierte die akkreditierten Journalisten erst sieben Stunden nach dem Brand per Textnachricht über die Lage, und auf den Seiten des Royal Palaces and Tombs Center, der Website des Gyeongbokgung und den Social-Media-Konten wurde der Brand nicht veröffentlicht. Die Besucher werden in dieser Zeit an den Sichtschutzwänden vorbeigegangen sein und sie für Instandsetzungsarbeiten gehalten haben. Wenn eine Behörde, die Bewahrung und Nutzung zugleich tragen muss, den Rhythmus auf der Seite der Nutzung nicht stören will, treffen Informationen so verspätet ein.

Die Menschenmenge, die das Gyeongbokgung trägt, ist nicht klein. Nach der Zählung des Royal Palaces and Tombs Center kamen 2025 6.886.650 Besucher ins Gyeongbokgung, 38,7 % aller Besucher der Paläste und Königsgräber im Jahr. Die Korea Heritage Service hatte mit Blick auf die Auftritte von BTS (방탄소년단) seit Anfang März das Wachpersonal aufgestockt und kündigte an, die Sicherheitslage an den wichtigen Palästen und Königsgräbern zu überprüfen. Auch derjenige, der an diesem Morgen den Rauch zuerst entdeckte, war ein Sicherheitsmitarbeiter, der auf einem so erweiterten Rundgang unterwegs war.

Am Tag des Brandes galt in den meisten Regionen, darunter der Großraum Seoul, Gangwon und Daejeon, eine Trockenheitswarnung. Eine Erklärung, die die Ursache des Brandes im Gyeongbokgung in diesen Wetterbedingungen sucht, wurde nicht vorgebracht, doch was der trockene Frühlingswind für hölzernes Erbe bedeutet, erleben die Verwalter des Palastes jedes Jahr. Im Bereich des Sambimun laufen Instandsetzungsmaßnahmen, ein Ergebnis der Spurensicherung liegt nicht vor.

Wenn die Sichtschutzwände abgebaut sind, lässt sich die Säule jener Seitentür selbst ansehen. Vom Besucherweg, der zur Geunjeongjeon und zur Gyeonghoeru des Gyeongbokgung führt, ein Stück nach Osten hinein liegt die Jaseondang, und davor steht die Tür, an der es diesmal brannte. Wenn das neu eingesetzte Holz eine andere Farbe hat als das ursprüngliche, ist auch ohne Fingerspitzen zu erkennen, mit welchem Material ein 600 Jahre alter Palast tatsächlich durchgehalten hat.

Kim Beom-su, Redakteur · Breath.Culture

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