
Die integrierte medizinische und pflegerische Versorgung wird ab März landesweit eingeführt. Einen Monat vor dem Start schloss das Jeonnam Bioindustry Foundation (Vorsitzender Yoon Ho-yeol) am 3. Februar einen Produktionsvertrag über Care Food und eine Kooperationsvereinbarung mit Bokji Union (Geschäftsführer Jang Seong-o). Nach dem Vertrag lässt Bokji Union fünf Breisorten als Schluckkost im Care-Food-Zentrum der Stiftung in Lohnfertigung herstellen. Der Name des Systems ist groß, vorbereitet wird darunter eine Schale, die ein Mensch mit Schluckbeschwerden essen kann.
Schluckkost ist eine Mahlzeit für Menschen, deren Kau- und Schluckkraft nachgelassen hat. Für ältere Menschen, die nach einer Entlassung aus dem Krankenhaus nach Hause zurückkehren, wird die dreimal täglich wiederkehrende Mahlzeit zur häufigsten Hürde. Wer die Pflege plant, sieht Personal und Budget, für die Betroffenen selbst ist dringend, was es heute Abend zu essen gibt. Auch die integrierte Pflege beginnt in dieser Wiederholung des Alltags.
Hinter diesem Vertrag in Jeollanam-do liegen mehrere Jahre Vorbereitung. Das Care-Food-Zentrum ist eine Einrichtung, die die Provinz Jeollanam-do und der Landkreis Hwasun 2021 über die Ausschreibung des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten zum Aufbau eines Demonstrations- und Anwendungszentrums für funktionale Fertiggerichte (HMR) errichtet haben. Die Jeonnam Bioindustry Foundation ist eine 2002 von der Provinz Jeollanam-do gegründete Stiftung, in ihren acht Zentren arbeiten rund 200 Fachkräfte, angesiedelt sind etwa 100 Unternehmen. Bokji Union hat die Schluckkost-Marke "Hyoban" entwickelt und im vergangenen Jahr ein Patent auf ein Fertigprodukt als Mahlzeitenersatz für Schluckkost erhalten.
Der Landkreis Hwasun hat als erste Gebietskörperschaft auf Gemeindeebene im Land ein Amt für integrierte Pflege eingerichtet. Wichtiger als die Tatsache, dass ein Amt entstanden ist, ist, dass es nun eine zuständige Person gibt, die zwischen Krankenhaus, Pflegeeinrichtung und Zuhause verstreute Aufgaben an einer Stelle zusammenführt. Bedingungen wie Menge und Laufzeit dieses Produktionsvertrags warten auf die endgültige Bekanntgabe.
Wie ein System in der Praxis Wurzeln schlägt, zeigt sich in anderen Bereichen ähnlich. Das niederländische Tierschutz-Zertifizierungssystem ist aus einer privaten Tierschutzorganisation hervorgegangen und wird bis heute privat getragen, die Zertifizierungskriterien wurden nicht einmal festgelegt und fixiert, sondern gemeinsam mit Markt und Betrieben angepasst. Wer die Kriterien einhält und wer sie fordert, sitzt dabei am selben Tisch und arbeitet sie fortlaufend nach.

Umgekehrt ist auch die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit deutlich. In der Studie "Analyse des Konsumverhaltens bei tierschutzzertifizierten Erzeugnissen" von 2025 gaben über 90 % der Verbraucher im Land an, Schweinefleisch aus tiergerechter Haltung essen zu wollen, tatsächlich gekauft hatten es weniger als 1 %. Im Land sind 26 Schweinebetriebe tierschutzzertifiziert, 0,3 % aller Betriebe. So weit liegt auseinander, was man für gut hält und was in Reichweite ist.
Auch der integrierten Pflege steht dieselbe Probe bevor. Was das Wort landesweite Einführung in den einzelnen Orten wird, zeigt sich daran, wer sich bei einem Entlassenen um die Mahlzeiten der nächsten Woche kümmert. Die fünf Breisorten sind eine sehr kleine Antwort auf diese Frage. Ein Amt in Hwasun und eine Produktionslinie in Jeollanam-do legen diese Antwort gerade an.
Im März beginnen die Städte, Landkreise und Bezirke im ganzen Land, dieses System auf ihre je eigene Weise in Gang zu setzen. Zu prüfen ist dann nicht, um wie viele Projekte es mehr geworden ist. Sondern ob neben einem Menschen eine zuständige Person bleibt, deren Namen er kennt.
Im Kessel des Care-Food-Zentrums kocht der Brei, und dieser Brei kommt auf jemandes Tisch und wird langsam geleert. Das erste Zeugnis der integrierten Pflege kommt aus dieser Schale.
