브레스저널 The Breath Journal

Dieser Artikel wurde automatisch aus dem koreanischen Original übersetzt. Original auf Koreanisch lesen

„Unmöglicher Abschied", die Hand, die ausgräbt, was unter dem Schnee begraben liegt

배진경·Veröffentlicht 2025-12-18 17:19 KST
Eine Lesart, die ausgräbt, was zugedeckt ist, das Tempo, das Han Kangs Roman verlangt
Der verschneite Winterwald, in den „Unmöglicher Abschied
Der verschneite Winterwald, in den „Unmöglicher Abschied" führt / ⓒ Breath Journal

Schnee deckt zu. Die Kraft des Zudeckens ähnelt der Kraft des Auslöschens, ist aber nicht dieselbe. Was zugedeckt ist, bleibt darunter, und wenn der Frühling kommt, tritt es wieder hervor. „Unmöglicher Abschied" (von Han Kang, Munhakdongne, 2021) ist ein Roman, der auf diesem Unterschied gebaut ist.

Der Roman handelt von Schnee und Bäumen und von der Zeit, die darunter begraben liegt. Die Kälte und die Nässe des Winters bilden das Material der Sätze. Das Lesetempo wird von selbst langsamer, und wer schnell weiterblättern will, dem rutschen die Sätze aus der Hand.

Die Autorin überträgt seit Langem das, was Menschen Menschen angetan haben, in die Sprache der Literatur. Diese Arbeit geht diesmal durch die Stofflichkeit von Winter und Schnee. Statt die Aufzeichnungen unmittelbar auszubreiten, stellt sie das Land und das Wetter voran, die diese Aufzeichnungen bergen. Die Leser erfahren dieses Klima am eigenen Leib, bevor sie die Ereignisse kennenlernen.

Darin liegt der Grund, diesen Roman auf einer Seite zu lesen, die sich mit Kulturerbe befasst. Die Erinnerung einer Region bleibt meist nicht in Gestalt von Gebäuden oder Fundstücken erhalten. Eine eingestürzte Mauer, ein namenloser Hügel, eine mit Gestrüpp bewachsene Brache kommen kaum auf eine Denkmalliste. Die Literatur hebt solche Dinge in die Aufzeichnung.

Auch die Spannung zwischen Bewahrung und Nutzung wird nicht beschönigt. Einen Ort des Leids zu zeigen, hängt damit zusammen, dieses Leid in eine konsumierbare Form zu bringen. Wenn Hinweistafeln aufgestellt und Wege angelegt werden, kommen Menschen. Wenn mehr Menschen kommen, rückt die Frage nach hinten, warum der Ort so geblieben ist.

Unmöglicher Abschied · Han Kang · Munhakdongne
Unmöglicher Abschied · Han Kang · Munhakdongne / Cover · Munhakdongne

Dieses Buch nähert sich von der Gegenseite. Es gibt keine glatt geordnete Erzählung und verlangt von den Lesern die Arbeit, selbst in den Schnee zu graben. Diese Arbeit ist die Ethik dieses Romans und zugleich seine Schwelle. Leser, die sich rasch einen Überblick über die Ereignisse verschaffen wollen, bleiben an dieser Schwelle hängen.

Auch die Grenzen sind zu nennen. Dieser Roman ersetzt kein Geschichtsbuch. Es gibt weder Zeittafel noch Statistik, und Leser ohne Vorwissen stoßen mehrfach auf Momente, in denen sie selbst herausfinden müssen, was wann geschehen ist. Dieser Mangel gehört mit der literarischen Methode zusammen, für die sich das Buch entschieden hat.

Wenn Dokumente oder Zeugnissammlungen mit der Dichte der Fakten bestehen, dann besteht dieser Roman mit der Dauer der Empfindung. Auch nachdem man das Buch zugeklappt hat, folgen Temperatur und Feuchtigkeit noch lange nach. Wer zwischen Regionalgeschichte und Literatur hin und her gelesen hat, dem fällt dieser Unterschied besonders deutlich auf.

Wer daran denkt, im Winter durch eine fremde Gegend zu gehen, sollte dieses Buch mitnehmen. Denn was ins Auge fällt, ändert sich, wenn man an Dörfern und Hügeln abseits der Touristenrouten und an namenlosen Brachen vorbeikommt.

Um auszugraben, was zugedeckt ist, brauche es Hände, die lange aushalten, sagt dieser Roman von Anfang bis Ende dasselbe. Nur denen, die bereit sind, den Griff dieser Hände auszuhalten, öffnet sich die Tür.

Bae Jin-kyung, Redakteurin · Breath.Culture

Verwandte Artikel

댓글