
Am Nachmittag, als die Sonne tiefer steht, liegt der Schatten des Geländers lang über dem Holzdeck. In das helle karierte Hemd legen sich Falten, und das Licht färbt die Sehnen des Unterarms und den Handrücken warm. Jenseits des Geländers verschwimmt die sommerliche Wiese, die Augen sind halb geschlossen.
Eine Hand liegt auf der Brust, die andere auf dem Bauch. Beim Einatmen schiebt sich die untere Hand ein wenig nach vorn, beim Ausatmen sinken die Schultern wie gleitend herab. Die Fußsohlen nehmen die Maserung der Deckdielen so auf, wie sie ist, und der Blick bleibt an nichts hängen.
Es ist die Tageszeit, in der die Eile des Tages noch unverändert in der Brust sitzt. Diese verbliebene Spannung verschwindet nicht dadurch, dass man sie wegschiebt, sondern wird von selbst flacher, während man das Heben und Senken der Handflächen einige Male beobachtet.
Im Sitzen lohnt es sich, auf vier zu zählen und einzuatmen und auf sechs zu zählen und langsam entweichen zu lassen. Wie wäre es, während dreier Wiederholungen nur zu verfolgen, wie sich die Hand auf dem Bauch bewegt.
Dieselbe Zählung findet auch am Abend beim Wäschefalten ihren Platz. Während man ein Handtuch einmal in der Mitte faltet, es auf die Knie legt und auf vier und auf sechs zählt, lohnt es sich zu beobachten, wie viel Kraft in die Finger geht, die den Stoff niederdrücken. Beim Ausrichten der Faltkante wird die Daumenspitze mitunter hart, und während der Atem entweicht, löst sich diese Kraft manchmal leise. Unabhängig davon, wie schnell der Stapel Kleidung daneben kleiner wird, wäre es gut, allein die Kraft in den Fingerspitzen einige Male zu prüfen.
Das Licht sinkt bald unter das Geländer, und das Deck wird die Wärme des Tages noch eine Weile in sich tragen.
