브레스저널 The Breath Journal

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Am Elterntag ist es an der Zeit, den Großeltern ihre Zeit zurückzugeben

배진경·Veröffentlicht 2026-05-08 09:08 KST
Wenn die Hälfte eine ungewollte Betreuung übernimmt, kann man das nicht Fürsorge nennen
Der Tag des einen füllt den Tag eines anderen aus
Der Tag des einen füllt den Tag eines anderen aus / ⓒ Breath Journal

Um halb acht am Morgen nimmt am Eingang einer Wohnanlage ein alter Mensch ein Kind in den Arm. Die Eltern des Kindes fahren zur Arbeit, und sein Tag beginnt in diesem Moment. Wenn er das Kind am Abend zurückgebracht hat, klebt er sich ein Schmerzpflaster aufs Knie. Diese Szene ist so häufig, dass niemand sie ein Ereignis nennt.

Darin steckt jedoch eine Frage, die zu stellen ist. Etwa die Hälfte der Großeltern, die Enkelkinder betreuen, antwortet, sie habe diese Rolle nicht aus eigenem Wunsch übernommen. Das heißt, sie hat sie übernommen, weil es keine andere Betreuungsmöglichkeit gab. Die Antwort, man tue es gern, und die Antwort, man tue es notgedrungen, halten sich fast die Waage.

Betreuung, die innerhalb der Familie gelöst scheint, ist in Wirklichkeit nicht gelöst. Die Kosten, die der Staat hätte tragen müssen, hat stattdessen der Körper alter Menschen getragen. Diese Rechnung taucht in keiner Statistik als Posten auf.

Die Betreuungsversprechen, die zum Elterntag ausgeschüttet werden, sind deshalb nicht danach zu bewerten, was Großeltern zusätzlich bekommen. Zu prüfen ist, was ihnen weniger genommen wird. Auch Erfolg oder Misserfolg der integrierten Betreuung und des Ausbaus der Betreuung für Säuglinge und Kleinkinder lassen sich an der Nutzungsquote nicht ablesen. Genauer misst man es daran, um wie viele alte Menschen die Zahl derer gestiegen ist, die frühmorgens nicht mehr losgehen müssen, um ein Kind abzuholen.

Der Einwand wiegt schwer. Die Betreuung durch Großeltern ist die verlässlichste Betreuung, und viele alte Menschen empfinden die Zeit mit den Enkelkindern als Sinn ihres Lebens. Das stimmt. Auch die Aussage von Eltern, das sei beruhigender als die Betreuung in einer Einrichtung, ist kein grundloses Gefühl.

Doch Sinn und Zwang sehen von außen gleich aus. Beide zeigen sich im Bild eines alten Menschen, der jeden Morgen an der Tür steht. Der Unterschied liegt allein darin, ob man aufhören kann, wenn man aufhören will. Wenn eine Hingabe, die aus einer Lage ohne Wahlmöglichkeit entsteht, als rührende Geschichte gelesen wird, muss die Politik nichts mehr ändern.

Auch was beim Entwurf der Betreuungspolitik zu prüfen ist, entscheidet sich hier. Ob die Bring- und Abholzeiten mit den tatsächlichen Arbeitszeiten zusammenpassen, ob in der Einrichtung jemand da ist, der einspringt, wenn ein Kind Fieber bekommt, ob der Dienst an Wochenenden und in den Ferien nicht abreißt. Solange diese drei Stellen leer bleiben, wird die Lücke immer mit dem Tag der Großeltern gefüllt.

Geschenke und Nelken sind nach einem Tag vorbei. Was Großeltern zurückbekommen müssen, ist ein Vormittag für den Arztbesuch, ein Nachmittag für ein Treffen mit Freunden, ein Abend, an dem sie nichts tun müssen. Was die Versprechen vom Elterntag bis um diese Zeit im nächsten Jahr verändert haben, lässt sich daran erkennen, wer an dieser Tür steht.

Bae Jin-kyung, Reporterin · Breath.Social

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