
Über den gelben Holzboden fällt das Nachmittagslicht schräg herein. Eine grau getigerte Katze liegt auf der Seite und hat die Wange an den Boden gelegt, eine Vorderpfote ist bis zur Kante der Diele lang ausgestreckt, sodass die Ballen offen daliegen. Auf den geschlossenen Lidern liegt das Licht dünn auf, und die Spitzen der Schnurrhaare schweben leicht in der Luft.
Wer das Foto betrachtet, dem sinken die Schultern ein wenig. Die Spannung im Kiefer löst sich, und der eingeatmete Atem bleibt etwas länger als sonst, bevor er wieder hinausgeht. Auch der Blick, der auf den Bildschirm gerichtet war, wird lockerer und verschwimmt am Rand des gelben Lichts in der Holzmaserung.
Eine Katze versucht im Schlaf nicht, etwas gut zu machen. Der Gedanke, man müsse sich richtig ausruhen, stört manchmal das Ausruhen selbst, und jener Körper auf dem Boden ist einem Zustand nahe, in dem dieser Gedanke ganz losgelassen ist.
Lehnen Sie sich dort, wo Sie gerade sind, ein wenig zur Seite, ziehen Sie die Knie leicht zum Bauch und runden Sie den Rücken. Wie wäre es, einen Arm wie jene Vorderpfote einfach hängen zu lassen? Drei Minuten reichen.
Dieselben drei Minuten öffnen sich auch beim abendlichen Abwasch. Während Sie beim Ausspülen des Geschirrs stehen, genügt es zu bemerken, dass die Bewegung, mit der sich der Bauch nach vorn wölbt und wieder zurückgeht, ihrem eigenen Takt neben dem Rhythmus der Handgelenke folgt. Wie der Boden, von dem das Licht weitergezogen ist, ist auch das Küchenfenster inzwischen dunkel. Ohne zu zählen, wie oft sich der Bauch gehoben und gesenkt hat, kann es dabei bleiben, zwischen den Wassergeräuschen nur zu bemerken, ob dieses Heben und Senken flach oder tief ist.
Das Licht zieht bald weiter, und die Katze wird bis dahin wahrscheinlich noch nicht aufgewacht sein.
