
Der Korea Heritage Service (국가유산청) hat angekündigt, den „Gwanghallu in Namwon" als staatlich designiertes Kulturerbe zum Nationalschatz zu erklären. Es ist ein Pavillon in staatlicher Verwaltung, der die Region Honam in der späten Joseon-Zeit vertritt, jenes Holzgebäude, das lange „Honam-jeil-ru" genannt wurde. Die Ankündigung erfolgte mit Datum vom 24.
Der Körper des Gwanghallu ist Holz. Dicke Säulen tragen den Boden, und der Boden öffnet sich in einer Höhe etwas über den Füßen eines Menschen zum Wasser hin. Wer im Sommer hinaufsteigt, dem steigt der feuchte Geruch in die Nase, den das Holz aufgenommen hat, und bei jedem Schritt knarren die Dielen leise. Der Klang des Holzes, das fast 400 Jahre überdauert hat, lässt sich so allein durch das Gewicht eines Menschen feststellen.
Der Ursprung war ein kleiner Pavillon namens Gwangtongnu. Dieses Gebäude, das der Überlieferung nach Hwang Hui errichtete, als er nach Namwon verbannt war, wurde später zum Gwanghallu. Danach diente der Ort als Raum, in dem Beamte und Literaten zusammenkamen, Feste feierten und Gedichte austauschten. Der Pavillon war eine Einrichtung der Amtsbehörde und zugleich eine Bühne, auf der Gedichte hin und her gingen.
Auch die Landschaft rund um den Pavillon ist von Menschen gemacht. Man hob einen See aus und ließ darin drei Inseln mit den Namen Bongnae, Bangjang und Yeongju schwimmen, und über das Wasser legte man die Ojakgyo-Brücke. Überliefert ist, dass sie durch die Hände von Jeong Cheol und Jang Uiguk ging. In dieser Anordnung, die die Namen der Samsinsan, der Berge, auf denen Unsterbliche leben sollen, unverändert übernimmt, steckt die Absicht, einen irdischen Garten nach der Geografie des Himmels neu zu zeichnen.
Doch als 1597 die Flammen des Jeongyu-Krieges (정유재란) Namwon verschlangen, verschwand der Pavillon. Wieder errichtet hat ihn Sin Gam, der Magistrat von Namwon. Überliefert ist, dass dieses Gebäude, das 1626 im heutigen Umfang wiederaufgebaut wurde, seinen Platz seither ohne große Veränderung der Form behauptet hat. Der Boden, den wir heute betreten, liegt auf dem damals gefügten Gerüst.

Dass Gwanghallu über Namwon hinaus bekannt wurde, lag nicht allein an der Architektur. Der Pansori und der klassische Roman „Chunhyangjeon" machten diesen Pavillon zu ihrer Bühne. Als dieses Gebäude als der Ort benannt wurde, an dem sich Yi Mongnyong und Seong Chunhyang zum ersten Mal in die Augen sahen, übernahm ein hölzerner Pavillon die Geschichte einer ganzen Stadt. Hier liegt der Ausgangspunkt dafür, dass der Ortsname Namwon mit der Erzählung einer Liebe einhergeht.
So teilt sich der Blick auf Gwanghallu in zwei. Der eine sieht die Vollendung der Holzarchitektur des 17. Jahrhunderts, der andere sieht die Symbolik, die die Erzählung darübergelegt hat. Dass die Anlage als Beispiel dafür gilt, wie Garten und Gebäude nicht auseinanderfallen, sondern eine einzige Landschaft bilden, ist ebenfalls das Ergebnis beider Blicke zusammen. Die Ankündigung zum Nationalschatz kommt dabei eher einem Verfahren gleich, das die Vollendung der Architektur offiziell anerkennt.
Hier entsteht die Spannung. Je größer die Kraft der Geschichte, desto mehr Menschen strömen herbei, und je mehr Menschen herbeiströmen, desto stärker nutzen sich die 400 Jahre alten Dielen und Säulen ab. Der Korea Heritage Service erklärte, man werde die Ankündigung zum Anlass nehmen und die systematische Erhaltung und Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Kommunalverwaltung fortführen. Dass eine Entscheidung, die den Rang erhöht, nicht sogleich eine Entscheidung ist, die den Zutritt erweitert, sagt das Alter dieses Pavillons still.
Wann die Designation zum Nationalschatz feststeht, ist offen. Es bleibt das Verfahren, nach Ablauf der Ankündigungsfrist eine Prüfung zu durchlaufen. Auch in dieser Zeit steht das Tor des Gwanghalluwon offen, und das Wasser des Teichs wechselt mit jeder Jahreszeit die Farbe.
Jetzt, da der Frühling zu Ende geht, sei ein Aufstieg auf diesen Boden in Namwon empfohlen. Wer die Schuhe auszieht und auf dem Holz steht, spürt eine Kühle an den Fußsohlen. Es ist eine Temperatur, die die Spuren unzähliger Füße aus 400 Jahren geschaffen haben. Wer diese Berührung einmal erlebt hat, für den wird das Wort Nationalschatz von einer Einstufung auf dem Papier zu etwas, das sich greifen lässt.
