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Die These vom Import grünen Eisens holt die Debatte über die Stahlminderung auf die Kostenebene

곽동현·Veröffentlicht 2026-04-06 18:11 KST
Schätzung von 4 Billionen Won Einsparung vorgelegt, die Einigung über die Kriterien der Umstellung folgt als nächste Aufgabe
Umstellung der heimischen Anlagen und Import von Rohstoffen, die beiden Wege werden nun über die Kosten verglichen
Umstellung der heimischen Anlagen und Import von Rohstoffen, die beiden Wege werden nun über die Kosten verglichen / ⓒ Breath Journal

Der Streitpunkt der Stahl-Dekarbonisierung verschiebt sich vom Anlagentausch zur Rohstoffbeschaffung. Es wurde die Behauptung vorgebracht, dass Südkorea 4 Billionen Won sparen könne, wenn es anstelle des Neubaus kohlenstoffarmer Prozessanlagen im Inland sogenanntes „grünes Eisen“ einführe. Wer die Zahl berechnet hat, womit sie verglichen wurde und welcher Zeitraum angesetzt wurde, ist nicht bekannt gegeben worden. Dennoch ist klar, dass die Diskussion über den Minderungspfad von der Technikwahl auf die Kostenfrage übergesprungen ist.

Die Stahlindustrie macht den Angaben zufolge rund 15 % der Treibhausgasemissionen des Landes aus. Der Punkt, an dem sich die Emissionen konzentrieren, ist der Hochofen, das zentrale Verfahren der heimischen Produktion. Weil bei der Reduktion, die dem Eisenerz den Sauerstoff entzieht, aus Kohle hergestellter Koks eingesetzt wird, erzeugt das Verfahren selbst große Mengen Kohlendioxid. Darin liegt der Grund, warum sich die Emissionen mit Verbesserungen auf dem Niveau eines Brennstoffwechsels kaum deutlich senken lassen.

Der als Alternative genannte Elektroofen überspringt die Reduktionsstufe. Da bei diesem Verfahren Stahlschrott mit elektrischer Hitze geschmolzen und so flüssiger Stahl erzeugt wird, gilt seine Emissionsmenge als rund 70 % geringer als beim bisherigen Verfahren. Dieser Wert kann je nach Messbereich und danach, ob der Emissionsfaktor des Stroms berücksichtigt wird, abweichen, weshalb die Berechnungsbedingungen mitbetrachtet werden müssen.

Setzt man die Größenordnungen ein, zeigt sich der Umfang der Umstellung. Die Kapazität eines Elektroofens liegt bei 2-3 Millionen Tonnen im Jahr, die heimische Rohstahlproduktion wird mit rund 65 Millionen Tonnen angegeben. Schon eine einfache Division ergibt, dass etwa 20 Anlagen nötig sind. Rechnet man Standorte, Stromversorgung und Schrottbeschaffung alle mit ein, liegt diese Rechnung nahe am Minimum.

Die Wasserstoff-Direktreduktion, ein weiterer Weg, steht noch am Anfang der Kommerzialisierung. Das heißt, bis kommerzielle Anlagen stehen, bleibt noch viel Zeit, und in der Zwischenzeit treffen die Emissionsvorschriften früher ein. Der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) der Europäischen Union wird seit 2026 in vollem Umfang angewandt. Für die heimische Stahlindustrie mit ihrem hohen Exportanteil wird die Frage, wie schnell sie die Minderung schafft, unmittelbar zur Handelsbedingung.

Trennen sich die Minderungspfade, ändern sich auch die nötigen Investitionen und die Art der Reaktion auf die Regulierung
Trennen sich die Minderungspfade, ändern sich auch die nötigen Investitionen und die Art der Reaktion auf die Regulierung / ⓒ Breath Journal

Auch der rechtliche Rahmen wird derzeit ausgebaut. Das „Sondergesetz zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie und zur klimaneutralen Umstellung“ (철강산업 경쟁력 강화 및 탄소중립 전환을 위한 특별법), das sogenannte K-Steel-Gesetz, wurde im Dezember 2025 verabschiedet und steht im Juni 2026 vor dem Inkrafttreten. Bis zum Inkrafttreten bleiben gut zwei Monate, und auf welche Weise die tatsächliche Förderung ausgeführt wird, klärt sich erst mit den Durchführungsvorschriften.

Auch auf der Kostenseite bewegen sich die Variablen. Die Regierung stellte im März 2026 einen Entwurf zur Neuordnung der saison- und tageszeitabhängigen Industriestromtarife vor, der Tag des Inkrafttretens ist der 16. April 2026. Der nächtliche Schwachlasttarif steigt um 5,1 Won je kWh, ein Teil der Tagestarife sinkt. Da der Elektroofen eine Anlage mit hohem Stromverbrauch ist, kann die Belastung je nachdem, in welcher Tageszeit gearbeitet wird, steigen oder sinken.

In der öffentlichen Debatte über die Dekarbonisierung der Stahlindustrie wurde darauf hingewiesen, dass zuerst Ziel und Kriterien der Umstellung vereinbart werden müssen. Solange nicht festgelegt ist, welches Verfahren als kohlenstoffarm anerkannt wird und bis zu welchem Umfang die Emissionen importierter Rohstoffe in die Rechnung eingehen, lassen sich Minderungsmengen und Kosten schwer mit demselben Maßstab vergleichen. Auch die Schätzung von 4 Billionen Won bekommt je nach Vergleichsgegenstand eine andere Bedeutung.

Unmittelbar überprüfbar sind zwei Termine. Am kommenden 16. April ändert sich das Stromtarifsystem, im Juni tritt das K-Steel-Gesetz in Kraft. Wie sich die beiden Maßnahmen in den tatsächlichen Anlagenplänen und den Entscheidungen zur Rohstoffbeschaffung niederschlagen, entscheidet darüber, ob die These vom Import grünen Eisens bei der Rechnung bleibt oder zum Umsetzungsplan übergeht.

Redakteur Kwak Dong-hyun · Breath.Econ

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