
Die Sonne ist hinter die Baumreihe jenseits des Flusses gesunken, und der ganze Himmel hat sich aprikosenfarben gefärbt. Die Wellen brechen sich klein und werfen das Licht zurück, auf dem Feldweg am Ufer liegt der Schatten eines Radfahrers lang ausgestreckt. Auf dem Sattel sitzend hat er einen Fuß auf dem Pedal, der andere berührt den Boden, und die Räder rollen nicht.
Wer eine solche Szene betrachtet, dem sinken die Schultern ein wenig. Das Gefühl, wie sich die Kraft in der Hand am Lenker löst, und das Gefühl, wie durch die Fußsohle die Festigkeit des Bodens heraufkommt, stellen sich nacheinander ein. Der Blick liegt auf dem in der Ferne fließenden Wasser und heftet sich an nichts.
Die Eile läuft dem Körper voraus, sobald das Ziel feststeht. Der Körper selbst kommt den ganzen Tag kaum zu Atem, weil er hinterherlaufen muss.
Setzen Sie so, wie Sie jetzt sitzen, die Fußspitze nur zur Hälfte auf den Boden, lassen Sie die andere Hälfte in der Luft und atmen Sie dreimal. Wie wäre es, das Gefühl, nur die halbe Kraft einzusetzen, wie bei einem Pedal, das man nicht ganz durchtritt, im Körper zu behalten. Der Fuß erinnert sich daran, dass es damit gut genug rollt.
Dieselbe halbe Kraft lässt sich auch morgens an der Haltestelle hervorholen. Während man zur Anzeigetafel hinaufschaut, wann der Bus kommt, lohnt es sich zu prüfen, ob die Schultern, auf die der Taschenriemen drückt, links und rechts gleich hoch stehen. Steht eine etwas höher, genügt es, das so festzuhalten, man muss sich nicht darum bemühen, sie zu senken. Schon der Vergleich, wie verschieden die Schultern an der Haltestelle und die Schultern am Fluss sind, füllt die erste Beobachtung des Tages.
Bis das Licht ganz verschwunden war, ist dieser Mensch wahrscheinlich nicht losgefahren.
