
Das ganze Bild ist orange gefärbt. Jenseits des Flusses stehen vier Kräne als dünne Linien, darunter werden die Bäume zu einem schwarzen Band, das das Ufer umschließt. Das Flusswasser zerteilt das Licht in jeder kleinen Welle und streut es aus.
Weil die Sonne zwischen Vorder- und Hinterrad hindurchgeht, bleiben die Speichen nur als Silhouette, und die Person im roten T-Shirt sitzt halb auf dem Sattel und hat nur einen Fuß auf dem Pedal. Auf dem Boden liegt blass ein mit weißer Farbe gemaltes Fahrradzeichen.
Vor einem solchen Foto reagiert der Körper merkwürdigerweise zuerst. Die Schultern sinken etwas. Wie das Knie von jemandem, der keinen Grund mehr hat, das Pedal ganz durchzutreten, weicht die Kraft, die auf der Fußsohle lag, ganz allmählich. Auch der Blick verliert seinen Fokus und wandert zum fern verstreuten Wasserlicht, sodass er die nahen Dinge einen Moment lang aus den Augen verliert.
Es ist weniger das Gefühl, sich nicht beeilen zu müssen, als vielmehr, dass man das Ankommen kurz vergessen darf.
Es gibt etwas, das sich im Sitzen ausprobieren lässt. Einatmen, aber anhalten, bevor die Lunge ganz voll ist, in diesem Zustand einmal die Schultern fallen lassen und dann langsam ausatmen. Wenn man den Atem wie ein nur halb getretenes Pedal bei der Hälfte loslässt, strömt der Rest von allein hinaus.
Drei Mal reichen, und es dauert keine drei Minuten. Für diese Übung passt es besser, sich nicht um besonders langes Atmen zu bemühen.
Dasselbe ließe sich auch auf das Abwaschen übertragen. Während man einen Teller schrubbt, die Kraft im Handgelenk um die Hälfte verringern und dabei nur beobachten, in welchem Zustand der Kiefer ist. Im Rauschen des Wassers ist es womöglich schwer zu bemerken, doch ob der Kiefer geschlossen oder geöffnet ist, verrät ehrlicher als die Hand.
Was sich dabei bessert, muss nicht überprüft werden. Es bleibt nur die Beobachtung.
Die Person auf dem Foto ist noch nicht losgefahren, und die Sonne sinkt über dem Wasser noch etwas tiefer.
