브레스저널 The Breath Journal

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Vier Teiglinge auf Mehl

배진경·Veröffentlicht 2026-02-08 19:35 KST
Eine Küche, in der Licht sich ausbreitet, der Geruch kommt früher an
Aufgehen braucht von jeher Zeit
Aufgehen braucht von jeher Zeit / Foto Jahra Tasfia Reza · Pexels

Auf dem Blech liegt eine dünne Schicht Mehl, vier runde Teigkugeln liegen mit Abstand zueinander. Aus dem Ofen dahinter breitet sich oranges Licht aus und wärmt die Seiten des Teigs. Auf der Oberfläche sind Abdrücke von Fingerkuppen geblieben, die Ränder haben ihre weiße Farbe behalten.

Wer eine solche Küche betritt, reagiert mit der Nase eher als mit den Augen. Wenn Mehlgeruch und Hitze vermischt zum Gesicht aufsteigen, wird der Atemzug von selbst tiefer, und die Schultern sinken um eine halbe Handbreit. Die Hände liegen daneben, ohne etwas festzuhalten, die Fußsohlen berühren breit den Boden.

Es gibt eine Zeit, in der das Warten nicht bedrückend ist. So ist der Moment, in dem die Tatsache, dass es jetzt nichts zu tun gibt, keine Unruhe wird, sondern den Körper lockert.

Es muss keine Küche sein. Atmen wir dort, wo wir gerade sind, langsam durch die Nase ein und suchen drei Gerüche, die sich darin mischen. Kaffee, Papier, die Luft vor dem Fenster. Während des Zählens wird der Atem von allein länger, man muss ihn nicht eigens steuern.

Gerüche zählen geht auch an der Ampel. Während man auf Grün wartet und zählt, was einem in die Nase steigt, kann man aus dem Augenwinkel prüfen, auf welcher Höhe die Schultern stehen. Es reicht festzustellen, ob sie bis nah an die Ohren hochgezogen sind oder ob eine allein zum Taschenriemen hin geneigt ist. Ob sich etwas ändert oder bleibt, muss man nicht notieren, man kann es beim Gesehenen belassen.

Der Teig geht auch jetzt still auf. Auch dann, wenn niemand zusieht.

Bae Jin-kyung, Redakteurin · Breath.Social

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