브레스저널 The Breath Journal

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Schwarze Erde in zwei Händen

배진경·Veröffentlicht 2026-02-03 18:29 KST
Ein roter Faden um das Handgelenk, ein Nachmittag, an dem Erde still getragen wird
Es gibt eine Temperatur, an die sich die Handfläche erinnert
Es gibt eine Temperatur, an die sich die Handfläche erinnert / Foto Kari Alfonso · Pexels

Über den Rand des Blumentopfs hinaus reichen die Hände zweier Menschen gemeinsam ins Bild. Auf jeder Handfläche liegt eine Handvoll schwarzer, feuchter Erde, und zwischen den groben Körnern fangen vereinzelte weiße Krümel das Licht ein. Um die Handgelenke ist ein roter Faden gewickelt, an den Nagelspitzen und auf den Handrücken klebt getrocknete Erde. Dem schwachen Schatten nach zu urteilen, ist es wohl die Zeit, in der die Sonne zu sinken beginnt.

Wer eine solche Szene lange betrachtet, krümmt die Finger von selbst ein wenig. Es ist die Form, mit der man etwas stützen will. Die Schultern senken sich, und während der Blick auf dem Erdhaufen in der Bildmitte ruht, geht der Atem bis unter den Bauch hinab.

Erst dann fällt einem ein, dass man den ganzen Tag nur Glattes angefasst hat. Glas und Plastik und Metall, Oberflächen ohne Temperatur. Die Hände haben ununterbrochen gearbeitet und sind doch in den Abend gekommen, ohne etwas gespürt zu haben.

Einen Blumentopf gibt es in fast jedem Haushalt. Man steckt den Finger in die obere Erdschicht und lässt ihn etwa drei Minuten dort. Wie wäre es, die Hand einfach bis zum Handrücken bedeckt liegen zu lassen, ohne sich darum zu bemühen, herauszufinden, ob es feucht oder trocken, kalt oder lauwarm ist.

Dieselben drei Minuten lassen sich auch abends vor dem Spülbecken einrichten. Beim Abspülen der Teller hält man den Wasserstrahl kurz an, legt die nasse Hand auf das Geschirr und schaut nach, wie es dem Nacken geht. Ob er steif gespannt ist oder sich, sobald die Hand abgelegt ist, ein wenig löst. Erde und Wasser fühlen sich verschieden an, doch darin, dass man zusieht, was der Nacken tut, solange die Hand geöffnet ist, gleichen sie sich.

Erde lässt sich nicht greifen, und deshalb bleibt die Hand lange geöffnet.

Bae Jin-kyung, Redakteurin · Breath.Social

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