
Es ist früher Morgen, der Nebel füllt den Raum zwischen den Bäumen. Die Spitzen der Tannenzweige sind von der Feuchtigkeit dunkler geworden, das Ende des Weges liegt in weißem Licht und ist nicht zu sehen. Über dem Boden aus nasser Erde und kleinen Steinen breitet sich tief liegendes Licht aus.
Wer einen solchen Weg betritt, bei dem löst sich der Blick von selbst aus seinem Fokus. Der Blick, der in die Ferne wollte und keinen Halt fand, senkt sich zu den Füßen, die Schultern sinken etwa eine Handbreit. Die Fußsohlen, die auf die Erde treten, lesen den Grad der Feuchtigkeit nacheinander ab. Der Atemzug ist kühl und feucht, und der Hals kühlt innen langsam ab.
Dabei fällt einem etwas auf. Es ist die Ungeduld, das Ende schon im Voraus feststellen zu wollen. Der vom weißen Nebel ausgelöschte Weg hält dieses Feststellen für eine Weile an.
Wenn zehn Minuten lang erscheinen, reichen auch drei. Gehen Sie bis unter einen nahen Baum und stellen Sie sich kurz in seinen Schatten. Wie wäre es, einmal dem Streifen der Blätter zuzuhören und dann zurückzukommen?
Auch an einem Tag ohne Nebel lässt sich ein ähnlicher Gang herstellen. Auf dem Flur, durch den man nach dem Mittagessen ins Büro geht, setzt man die letzten zehn Schritte bis zur Tür langsamer als sonst. Worauf dabei zu achten ist, ist der Nacken. Ob das Kinn nach vorn geschoben ist, ob die Sehnen im Nacken gespannt sind, wie sich diese Stelle verändert, während die Schritte langsamer werden, das schaut man sich nur an.
Der Nebel löscht den Weg aus und lässt doch immer einen Schritt unter den Füßen übrig.
