
Das Licht eines trüben Tages zieht an der Vitrine mit den Glastüren vorbei und breitet sich schwach bis zum Sofa aus. Der cremefarbene Strickpullover, die Decke mit Fransen und die weißen Kopfhörer sind in derselben Temperatur weich. Die Person, die den Kopf an die Sofalehne gelehnt hat, legt eine Hand auf die Stirn und hält die Augen geschlossen.
Wenn man diese Szene betrachtet, werden zuerst die Augenlider schwer. Sobald der Gegenstand verschwindet, auf den sich der Blick richten könnte, löst sich die Spannung um die Augen, und die Schultern entfernen sich ein Stück von den Ohren. Der Atem hört auf, kurz abzubrechen, und geht statt in der Brust lang im Bauch hin und her.
Solange die Augen offen sind, will der Kopf ständig etwas überprüfen. Den Bildschirm, die Uhr, die Miene des Gegenübers, die restlichen Aufgaben. In dem Moment, in dem sie sich schließen, gibt es nichts mehr zu überprüfen, und es zeigt sich, wie fremd der Zustand war, in dem man nichts überprüfen muss.
Schließen Sie im Sitzen die Augen und zählen Sie bis zu fünf Geräusche, die zu hören sind. Das Brummen des Kühlschranks, Autos vor dem Fenster, das Streifen des Kragens, bis hin zum eigenen Atem. Beim Suchen nach dem fünften bleibt der Kopf meist beim dritten stehen.
Dasselbe Zählen lohnt sich auch an der Haltestelle. Wenn es beim Warten auf den Bus schwerfällt, die Augen zu schließen, richtet man den Blick auf die Fußspitzen, und während man die Geräusche zählt, fühlt sich die Luft des trüben Tages an der Nasenspitze etwas kalt an. Zu beobachten ist dabei nur, welcher Atem länger ist, der eingeatmete oder der ausgeatmete. Man muss sich nicht bemühen, die Länge zu ändern, es genügt zu bemerken, wie lang sie gerade ist.
Öffnet man die Augen wieder, ist der Raum unverändert, und die eben gezählten Geräusche bleiben still im Hintergrund zurück.
