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Ein 1500 Jahre alter Pflug kam aus der Erde, sogar die Schnur am Griff blieb erhalten

김범수·Veröffentlicht 2026-02-26 10:16 KST
Hölzerner Pflug der Drei-Reiche-Zeit aus dem Sammelbecken von Mongchontoseong, nach zweijähriger Konservierung in seiner ursprünglichen Gestalt
Hölzerner Pflug aus der Zeit der Drei Reiche nach zwei Jahren Konservierung
Hölzerner Pflug aus der Zeit der Drei Reiche nach zwei Jahren Konservierung / ⓒ Breath Journal

Ein Stück Holz, das in der Erde lag, ist nach zwei Jahren wieder fest geworden. Das Zentrum für Konservierungswissenschaft des Kulturerbes am Nationalen Forschungsinstitut für Kulturerbe (국립문화유산연구원) teilte am 24. Februar mit, die Konservierung eines Pflugs aus der Zeit der Drei Reiche, der im Sammelbecken der Erdfestung Mongchontoseong in Seoul gefunden wurde, sei abgeschlossen. Auf den am selben Tag veröffentlichten Fotos hatte der Pflug die Umrisse von Pflugbaum, Schar und Griff zurückgewonnen. Die durch Radiokarbondatierung ermittelte Entstehungszeit liegt zwischen 534 und 640.

Der Pflug kam im Juni 2023 aus dem Boden. Das Sammelbecken von Mongchontoseong wird seit 2022 vom Hanseong-Baekje-Museum ausgegraben, und in Schichten, in denen Wasser stand, bleiben Gegenstände aus Holz besonders gut erhalten. Der nasse Boden, an den keine Luft gelangt, hält das Holz fest, ohne dass es verrottet. Dieser Pflug kam als dritter von vier in diesem Sammelbecken nachgewiesenen Stücken zum Vorschein.

Erhalten zu sein und unversehrt zu sein ist zweierlei. Während der weit über 1000 Jahre langen Lagerung im Boden zehrten Feuchtigkeit und Mikroorganismen am Holzgewebe, es kam zu Verfall, Schrumpfung und Verformung, und die Festigkeit des Materials war stark gesunken. Holz, das in dem Moment, in dem man es mit der Hand anhebt, zerbröseln kann, wieder aufzurichten, war die Aufgabe des Konservierungszentrums. Die Behandlung begann im Dezember 2023.

Der Kern des Verfahrens ist die Frage, womit man die leer gewordenen Zellen füllt. Polyethylenglykol, ein wasserlösliches Harz, ließ man in das Holz einziehen, um das geschwächte Gewebe von innen zu stützen, danach wurde die Feuchtigkeit durch Vakuum-Gefriertrocknung entzogen. Weil die Oberflächenspannung das Gewebe zusammenzieht und verzieht, wenn das Wasser flüssig entweicht, wählte man das Verfahren, es in gefrorenem Zustand verdunsten zu lassen. Es hieß auch, das Holz sei bei etwa minus 40 Grad schockgefroren und die Feuchtigkeit dann im Vakuum entfernt worden.

Die wiederhergestellte Form trägt selbst Informationen in sich. Das Material war eine Eichenart mit guter mechanischer Festigkeit, und es wurden Spuren der Bearbeitung mit Holzwerkzeugen wie Dechsel (자귀) und Messer (도자) festgestellt. Vermutet wird ein Liegepflug (눕쟁기), bei dem der Pflugbaum parallel zum Boden liegt, und diese Form soll vor allem im Norden der koreanischen Halbinsel verwendet worden sein. Am Griff fand sich außerdem organisches Material in Schnurform, offenbar eine Umwicklung, die verhindern sollte, dass sich die Bauteile lösen.

Das Gewebe mit Harz zu füllen und die Feuchtigkeit im gefrorenen Zustand zu entziehen ist das Grundprinzip der Konservierung hölzerner Fundstücke
Das Gewebe mit Harz zu füllen und die Feuchtigkeit im gefrorenen Zustand zu entziehen ist das Grundprinzip der Konservierung hölzerner Fundstücke / ⓒ Breath Journal

Auch die zeitliche Überschneidung fällt auf. Mongchontoseong ist eine Fundstätte aus der Zeit, in der Hanseong die Hauptstadt von Baekje war, doch die Jahre 534-640 fallen mit der Zeit zusammen, in der Goguryeo den Ort eine Weile besetzt hielt. Das Zentrum erklärte, dieses Ergebnis widerspreche nicht den bisherigen Grabungsergebnissen, die Bau und Nutzung des Sammelbeckens in die Zeit der Goguryeo-Besetzung datieren. Darin liegt auch der Grund, warum bei einem Pflug aus einer Festung von Baekje die Zuordnung zu einem Reich und die Bezeichnung der Epoche unterschiedlich ausfallen.

Nicht alle Teile ließen sich wieder wie ursprünglich zusammenfügen. Die Schar, die sich wegen starker Schrumpfung und Verformung am Original nur schwer anpassen ließ, wurde über einen 3D-Scan virtuell rekonstruiert. Dass ausgerechnet der Teil, der die Erde aufriss, am stärksten beschädigt war, sagt umgekehrt etwas darüber, wozu dieses Gerät diente. Die Lücke zwischen dem greifbaren Körper und der nur auf dem Bildschirm anschließenden Schar zeigt genau, wo die Grenze der Konservierungswissenschaft derzeit liegt.

Das konservierte Fundstück geht wieder an die besitzende Einrichtung. Das Hanseong-Baekje-Museum in Bangi-dong, Songpa-gu, Seoul, übernimmt den Pflug und will ihn für Ausstellung und Forschung nutzen. Das Forschungsinstitut erklärte, es erwarte, dass das Stück als Grundlagenmaterial für Forschungen zur Volkskunde und zur Geschichte der Agrartechnik dienen werde. Wann Besucher den Pflug sehen können, steht nicht fest.

In Mongchontoseong wird bis heute gegraben. Wer an der Festungsmauer entlanggeht, sieht das Profil der Erde, die zum Sammelbecken hin abgetragen wurde, und irgendwo darunter liegen drei noch nicht geborgene Pflüge. Vor rund 1500 Jahren hielt jemand den Griff und pflügte dieses Land, und der Knoten, mit dem eine Schnur die Bauteile zusammenzog, hielt länger als das Holz. Auf den Tag, an dem man diesem Knoten in der Vitrine eines Museums gegenübersteht, lässt sich warten.

Kim Beom-su, Redakteur · Breath.Culture

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