
Die integrierte Versorgung aus Medizin und Pflege, die pflegebedürftigen älteren Menschen medizinische, pflegerische und soziale Leistungen im eigenen Zuhause zugänglich macht, soll am 27. März landesweit starten. Bis zum Starttermin sind es keine 40 Tage mehr. Die Kommunen haben vor dem landesweiten Start Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zur Kompetenzstärkung der zuständigen Mitarbeiter durchgeführt.
Die Stadt Sangju in der Provinz Gyeongbuk versammelte am 11. dieses Monats im großen Sitzungssaal des Rathauses rund 60 Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung, dem Gesundheitsamt und den Gemeinden zu einer Schulung über das Programm der integrierten Versorgung. Die Zusammensetzung brachte Zuständige aus drei Ebenen an einen Tisch. Dass dieses Programm nicht mit der Arbeit einer einzelnen Abteilung endet, zeigt sich an der Zusammensetzung der Teilnehmer.
Die Schulung war in vier Punkte gegliedert. Die politische Ausrichtung der integrierten Versorgung und das Verständnis des Systems, die Abläufe und die Festlegung der Rollen von Stadtverwaltung, Gesundheitsamt und Gemeinden, die Nutzung des Systems der integrierten Versorgung und der Ablauf der praktischen Bearbeitung sowie eine Diskussion über die Anwendung vor Ort im Rahmen einer Fragerunde. Während die ersten beiden Punkte das System erläutern, sind die letzten beiden der Teil, den die Sachbearbeiter praktisch beherrschen müssen.
Dass innerhalb des Programms die "Festlegung der Rollen" als eigener Punkt aufgeführt ist, verdient Beachtung. Wenn ein älterer Mensch gleichzeitig Hausbesuche eines Arztes, Pflege und Unterstützung im Alltag benötigt, wird die Frage, wer diese Kombination gestaltet und wer dafür die Verantwortung trägt, zur Qualität der Leistung. Die Stadt Sangju erklärte, mit dieser Schulung eine Grundlage für die Umsetzung vor Ort schaffen und die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und Einrichtungen stärken zu wollen.
Der Punkt, an dem sich die integrierte Versorgung von den bisherigen Sozialleistungen unterscheidet, liegt darin, dass die Betroffenen sich nicht bewegen müssen. Bisher mussten ältere Menschen medizinische Leistungen im Krankenhaus, Pflege bei einer Pflegeeinrichtung und Unterstützung im Alltag an einem weiteren Schalter jeweils einzeln beantragen. Bei der integrierten Versorgung übernimmt die Verwaltung diese Verbindung.
Auf der Liste der Leistungen stehen auch Reparaturen am Haus und Essenslieferungen. Man denkt leicht nur an medizinische Leistungen, doch Schwellen abzusenken und Haltegriffe anzubringen verhindert einen Sturz und unterbricht den Weg, der von diesem Sturz in die Aufnahme in ein Pflegeheim führt. Die Voraussetzungen für einen Antrag und die Förderobergrenzen befinden sich je nach Region in der Phase der Festlegung.
Auch auf die regionalen Verhältnisse zugeschnittene Konzepte entstehen. Der Landkreis Hongseong in der Provinz Chungnam betreibt ein Modell der "integrierten Versorgung nach Hongseonger Art", das die Besonderheiten der Region berücksichtigt. Da ländliche und städtische Gebiete, der Anteil älterer Menschen und die Verteilung der medizinischen Einrichtungen jeweils unterschiedlich sind, sah man einen Zwischenraum, den ein landesweit einheitliches Handbuch allein nicht ausfüllt.
Am Ende ist es kein politisches Dokument, dem die Bürger begegnen. Es ist ein einzelner Mitarbeiter am Schalter der Gemeinde. Wie gut dieser Mitarbeiter das System kennt und wie oft er mit der Nachbarabteilung telefoniert, verändert den Winter eines älteren Menschen.
Die erste Frage, die ältere Menschen und ihre Angehörigen, die im eigenen Zuhause bleiben möchten, nach dem 27. März stellen müssen, ist einfach. Wer ist in unserem Gemeindezentrum für die integrierte Versorgung zuständig.
