브레스저널 The Breath Journal

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„Stille Erde", ein Zusammenbruch, der unter den Füßen beginnt

배진경·Veröffentlicht 2026-06-10 13:35 KST
Ein Buch, das die Krise der Artenvielfalt anhand eines Sommers ohne Insekten nachzeichnet
Die Geräusche der sommerlichen Felder, die „Stille Erde
Die Geräusche der sommerlichen Felder, die „Stille Erde" nachzeichnet / Foto Ian Alexander · CC BY-SA 4.0

Haben Sie schon einmal das Gefühl gehabt, dass Sie die Windschutzscheibe nicht mehr so oft putzen wie früher? Die Spuren der Insekten, die nach einer langen Fahrt in der Sommernacht an der Scheibe klebten, die Schwärme, die unter den Straßenlaternen kreisten, die Geräusche, die hereinkamen, wenn man das Fenster öffnete. Wenn diese Erinnerung verblasst ist, handelt es sich nicht allein um eine Sinnestäuschung.

„Stille Erde", geschrieben von Dave Goulson und 2022 bei Kkachi (까치) erschienen, behandelt dieses Verblassen direkt. Über Insekten, die von den Menschen selten in den Mittelpunkt gestellt werden, stellt es eine Diagnose zum Zustand des gesamten Ökosystems. Die Stille, auf die der Titel zeigt, ist ein Geräusch, das die Menschen nicht mehr hören können, und zugleich ein anderer Name für verschwundene Bestände.

Der Ton des Buches ist ruhig. Es spricht von der Krise, ohne die Stimme zu heben, und überzeugt die Leser, indem es die Arbeit der Insekten eine nach der anderen nachzeichnet. Bestäubung, Zersetzung, die unteren Etagen der Nahrungskette. Gelassen trägt es die Tatsache zusammen, dass alles darüber Liegende mit ins Wanken gerät, wenn diese drei ins Wanken geraten.

Während sich die Umweltdebatte auf Kohlenstoff konzentrierte, stand die Artenvielfalt lange im Hintergrund. Emissionen werden in Tonnen umgerechnet und als Ziel festgelegt, verschwundene Arten und geschrumpfte Bestände lassen sich so schwer behandeln. Der Nutzen dieses Buches liegt darin, diese Asymmetrie zu verringern. Es zeigt, dass Klimakrise und Zusammenbruch der Artenvielfalt ein Problem sind, das denselben Boden, dasselbe Wasser und dieselben Chemikalien teilt.

Stille Erde · Dave Goulson · Kkachi
Stille Erde · Dave Goulson · Kkachi / Cover · Kkachi

Auch in Städten, die von Klimaneutralität sprechen, schrumpfen die Lebensräume der Insekten weiter. Parks, in denen nur Rasen bleibt, die ganze Nacht brennende Beleuchtung, lückenlos gepflasterte Gehwege. Jedes davon ist aus Gründen der Pflege und der Sicherheit entstanden, und keines davon ist aus böser Absicht so geworden. Die Absicht ist nicht zu tadeln, doch das Ergebnis bleibt, wenn diese Entscheidungen an einem Ort zusammentreffen.

Auch aus Sicht der Kreislaufwirtschaft lohnt sich die Lektüre. Der Vorgang, in dem die Zersetzer im Boden organisches Material zurückführen, ist älter und feiner als jedes vom Menschen geschaffene Recyclingsystem. Wenn die dafür Zuständigen weniger werden, muss der leere Anteil mit mehr Dünger und mehr Energie ausgeglichen werden. Hier liegt der Weg, auf dem der Verlust der Artenvielfalt zum Emissionsproblem zurückkehrt.

Die Stärke dieses Buches liegt im Wechsel des Maßstabs. Statt Statistiken auf der Ebene des Planeten vorzulegen, senkt es den Blick auf Höfe, Beete und Grasflächen am Wegrand. Den Lesern, die vor einem gewaltigen Problem leicht ohnmächtig werden, gibt es einen Gegenstand in greifbarer Größe in die Hand. Hier trennt es sich von den Büchern, die das Ende ankündigen.

Es gibt auch dünne Stellen. Weil die Darstellung des persönlichen Handelns lang ausfällt, geht die Frage, wie sich die Funktionsweise von Institutionen und Industrie ändern lässt, kurz vorüber. Für Mieter in der Stadt, denen die Voraussetzungen zum Gärtnern fehlen, oder für Bauern, die den Einsatz von Pestiziden nicht einzeln entscheiden können, dürften die Vorschläge fern wirken. Wie der eigene Hof mit der Politik zu verbinden ist, bleibt Sache der Leser.

Gerät der Kreislauf ins Wanken, den die Zersetzer im Boden aufrechterhalten haben, übernimmt der Mensch diesen Anteil
Gerät der Kreislauf ins Wanken, den die Zersetzer im Boden aufrechterhalten haben, übernimmt der Mensch diesen Anteil / ⓒ Breath Journal

Dennoch steht dieses Buch auf der Gegenseite des Greenwashings. Es sagt nicht, man solle etwas kaufen und damit lösen, und empfiehlt die Seite des Weniger-Tuns. Nicht mähen, nicht spritzen, ausschalten. Darin, dass es ein Umwelthandeln vorschlägt, das den Konsum nicht steigert, hat es einen anderen Ton als übliche Umweltbücher.

Nach dem Zuklappen des Buches fällt der Blick auf eine Ecke des Gartens. Eine ungemähte Wiese, eine die ganze Nacht brennende Hauslampe, ein Beet ohne Spritzmittel, mehr sind die Gegenstände nicht, von denen der Autor spricht. Gerade weil sie eine greifbare Größe haben, lassen sie sich schwer aufschieben.

Diese wenigen Quadratmeter zeigen schon nach ein paar Wochen ein verändertes Bild. Die Veränderung zu prüfen, die sich unter den Füßen abspielt, wird zum Ansatz, Klima und Ökologie zusammenzubinden. Dieses Buch weist still auf dieses kleine Stück Land.

Bae Jin-kyung, Redakteurin · Breath.Culture

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