
Der Erhaltungsverein des Yangju Byeolsandae Nori hat vom Korea Heritage Service (국가유산청) drei Überlieferungslehrer (전승교육사) anerkannt bekommen. Es handelt sich nach vorliegenden Angaben um Ko Kyung-min, Park Jin-hyun und Han Eun-ok. Bis der Verein Überlieferungslehrer hervorbrachte, vergingen 25 Jahre. So viel Zeit brauchte die Organisation, die das nationale immaterielle Kulturerbe Nr. 2 bewahrt hat, um die Namen der nächsten Generation in ein amtliches Dokument einzutragen.
Das Yangju Byeolsandae Nori wurde am 7. Dezember 1964 als wichtiges immaterielles Kulturerbe Nr. 2 ausgewiesen. Das ist das heutige nationale immaterielle Kulturerbe. Weit früher, seit rund 300 Jahren, soll es im Boden von Yangju in Gyeonggi verwurzelt sein und fortbestehen. Am 30. November 2022 wurde es in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen.
Überlieferungslehrer sind Fachkräfte, die die Weitergabe und die Ausbildung im nationalen immateriellen Kulturerbe übernehmen. Der Korea Heritage Service prüft Überlieferungsarbeit über einen festgelegten Zeitraum hinaus sowie die Lehrfähigkeit und spricht die Anerkennung aus. Woran der Abstand von 25 Jahren gemessen ist, ist noch nicht veröffentlicht.
Der Maskentanz ist eine Kunstfertigkeit, die sich in den Körper einschreiben muss. Man kann sie nicht auf Papier schreiben und weiterreichen, und ein Video kann sie nicht ersetzen. Auf welcher Höhe der Arm abknickt, wann der Fuß die Erde tritt, wie man hinter der Maske den Atem einteilt, das geht erst über, wenn man Jahre neben dem Körper des Vorgängers verbracht hat.
Die 25 Jahre lassen sich schwer als Beleg für Trägheit lesen. Sie kommen einem gemessenen Wert der Zeit nahe, die dieses Übergehen gebraucht hat.
Das Yangju Byeolsandae Nori ist in 8 Akte und 8 Szenen gegliedert. Damit eine Person einen Akt vollständig trägt, reicht eine Rolle nicht aus, auch die Rhythmen und die Wortkomik der vorangehenden und der folgenden Akte müssen in den Körper eingegangen sein. Welchen Akt die drei jeweils übernommen haben, ist nicht bekannt.
Der Verein hat auch in dieser Zeit nicht angehalten. Er hat die Überlieferungsausbildung, regelmäßige Aufführungen und Sonderaufführungen fortgeführt und daneben aufsuchende Kulturerbe-Programme und Auslandsauftritte betrieben. Für die Menschen vor Ort betreibt er Kunst- und Kulturkurse und Exkursionen für Schülerinnen und Schüler. Er hat also gleichzeitig Menschen für die Bühne herangebildet und Publikum herangebildet.
Bewahrung und Nutzung zielen nicht immer auf denselben Punkt. Je mehr man die Urform schützen will, desto enger wird die Bühne, und je mehr man das Publikum ausweiten will, desto stärker nutzt sich die Form ab. Bedeutung hat diese Anerkennung deshalb, weil drei Menschen mehr da sind, die diese Spannung tragen. Die nächsten 25 Jahre werden daran bemessen, wie viele diese drei ihrerseits ausbilden.
Das Yangju Byeolsandae Nori lässt sich auf Fotos nicht erkennen. Das trockene Geräusch in dem Moment, in dem die Holzmaske das Gesicht berührt, und der Geruch der aufsteigenden Erde des Platzes beim Wechsel des Rhythmus kommen erst, wenn man auf diesem Platz steht. Die regelmäßigen Aufführungen und die Überlieferungsausbildung des Vereins stehen auch jetzt offen. Mehr als der Tag, an dem die Namen der drei in der Bekanntmachung standen, ist der Tag, an dem sie die Maske aufsetzen und auf dem Platz stehen, der Kern dieser Nachricht.
