
Die im vergangenen Juli in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommenen „Petroglyphen am Bangucheon" haben ein halbes Jahr seit der Eintragung hinter sich. Nach Angaben der Stadt Ulsan vom 9. dieses Monats ist die Besucherzahl des Felsbildmuseums Ulsan seit der Eintragung im Monatsdurchschnitt um 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Zahl der ausländischen Besucher hat sich im Vergleich zu 2024 nahezu verdoppelt. Ein Name änderte sich, und die Besucherströme veränderten sich sichtbar.
Das Welterbe „Petroglyphen am Bangucheon" umfasst die beiden Nationalschätze, die Inschriften und Felsbilder von Cheonjeon-ri in Ulju und die Felsbilder von Bangudae in Daegok-ri in Ulju, sowie das umliegende Gebiet. Es ist das 17. Welterbe der Republik Korea und wurde als das älteste unter den eingetragenen koreanischen Erbestätten verzeichnet. Die Felsbilder von Bangudae in Daegok-ri wurden 1971 entdeckt, die hier eingeritzten Wale zählen mehr als fünfzig.
Cheonjeon-ri hat einen anderen Charakter. Ein 2,7 m hoher und 9,5 m breiter Fels erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung, und auf seiner Fläche sind rund 620 Figuren, Schriftzeichen und Bilder einander überlagernd eingeritzt. Der Zeitpunkt der Entdeckung war der Dezember 1970, der Ort liegt gut 2 km von Daegok-ri entfernt entlang des Wasserlaufs des Daegokcheon.
Auf der einen Seite wurden Wale eingeritzt, auf der anderen ritzten Menschen Namen und Figuren hinzu. Zwischen den beiden Felsen fließt der Bangucheon.
Der Zuwachs zeigt sich auch nach Monaten. Im August, Oktober und November 2025 lag die Besucherzahl jeweils über 10.000. Die kumulierte Besucherzahl des im Mai 2008 eröffneten Museums überschritt Ende Dezember vergangenen Jahres 1,56 Millionen. Auf die seit der Eröffnung über 17 Jahre angesammelte Gesamtmenge legte sich die Kurve des vergangenen halben Jahres deutlich auf.
Diese Zahlen wurden allerdings innerhalb des Museums erhoben. Wie viele Menschen über die Zufahrten nach Daegok-ri und Cheonjeon-ri und durch das Dorf Daegok bis vor die Felsen gelangten, wurde nicht gesondert veröffentlicht. Ebenso wenig, welche Belastung die gestiegenen Besucherzahlen den Dorfwegen und dem Uferbereich auferlegt haben. Was die Besucherkurve zeigt, ist ein Zeugnis der Innenräume, und das Erbe liegt draußen.
Der Plan, den die Stadt Ulsan am 8. dieses Monats bei ihrem Jahresauftakt-Briefing vorlegte, zielt auf diese Lücke. Ein Rahmenplan, der das Gebiet um den Bangucheon zu einem Komplex für Geschichte, Kultur und Tourismus machen soll, wird von Mai bis zum Jahresende erstellt, der Baubeginn ist für 2028 vorgesehen. Für das Bangucheon-Weltfelsbildzentrum sind nach einer Machbarkeitsstudie im Februar und dem Antrag auf die zentrale Investitionsprüfung der Kommunalfinanzen im März die Planung für 2027, der Baubeginn für 2029 und die Fertigstellung für 2030 als Ziel gesetzt. Die Anlage eines geschichtlich-kulturellen Wanderwegs, der Ausbau der Zufahrt zum Dorf Daegok und der Betrieb von Shuttlebussen werden ebenfalls vorangetrieben.
Auch an der Art des Sehens wird gearbeitet. Vorgesehen ist, eine Markendesign für das Welterbe Bangucheon zu entwickeln und mit XR-Fernrohren und einem smarten Informationssystem auch aus der Ferne einen Blick auf die Ritzlinien zu ermöglichen. Fünfzehn fünfsitzige Elektrofahrzeuge namens „Ulsan-Kutsche", die ab März im Taehwagang-Nationalgarten und im Ulsan-Großpark fahren sollen, sowie ein zwölfsitziges Pontonboot, das im März 2027 in den Probebetrieb geht, gehören zur selben touristischen Planung. Vorrichtungen, die Menschen näher heranbringen, und Vorrichtungen, die Menschen von den Felsen angemessen fernhalten, stehen gemeinsam in einem Planungspapier.
Wer neben den Felsen gestanden hat, weiß es. Steigt das Wasser, verschwinden die Wale, fällt das Wasser, kehren sie zurück. Der Name Welterbe hält diese Wiederholung nicht an. Die Eintragung ist nur der Anfang eines Versprechens, sie schließt die Bewahrung nicht ab.
Wer dem Bangucheon jetzt sofort begegnen will, findet den Weg über das Museum näher. Die Sonderausstellung zur Eintragung „Welterbe: Die von uns geliebten Petroglyphen am Bangucheon" läuft bis zum 28. Februar. Die „Museumsschule im Wald" für Kindergartengruppen findet in der zweiten und vierten Januarwoche dienstags und donnerstags statt, die „Felsbild-Werkstatt" für Familien am Samstag, dem 31. Januar. Wer den Ausstellungsraum verlässt und dem Daegokcheon entlanggeht, kann mit eigenen Augen sehen, auf welchen Wegen sich die im vergangenen halben Jahr gestiegenen Fußspuren abgezeichnet haben.
