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31. Internationales Filmfestival Busan beginnt am 6. Oktober, zehn Tage Busan

김범수·Veröffentlicht 2026-08-30 07:00 KST
Ein Herbst, in dem Filmfestival, Biennale und ein Kino in einer geschlossenen Schule gleichzeitig laufen
Das 31. Internationale Filmfestival Busan wird am 6. Oktober im Busan Cinema Center eröffnet
Das 31. Internationale Filmfestival Busan wird am 6. Oktober im Busan Cinema Center eröffnet / Foto 399scout · CC BY-SA 4.0

Das 31. Internationale Filmfestival Busan findet von Dienstag, dem 6. Oktober, bis Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, zehn Tage lang statt. Hauptspielstätte ist das Busan Cinema Center (영화의전당), das Organisationskomitee gibt am 1. September das gesamte Programm der eingeladenen Filme bekannt. Vor und nach diesen zehn Tagen drängen sich in der Stadt Kunst, Dokumentarfilme und von Anwohnern gedrehte Filme zugleich.

Das Dach des Busan Cinema Center ist ein über hundert Meter langes Vordach aus Stahl. Bei Nacht fließen die in seine Unterseite eingelassenen Lichter wie Wellen dahin, und die Menschen auf dem Platz sehen mit zurückgelegtem Kopf zu, wie dieses Licht vorüberzieht.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres kamen mehr als 2,42 Millionen ausländische Touristen nach Busan, so viele wie nie zuvor. Die Zahl von 2,42 Millionen lässt sich nicht unmittelbar in Kinositze umrechnen. Sie lässt aber ahnen, welche Menschenmengen die Stadt in dieser Jahreszeit bewältigen muss.

In derselben Jahreszeit stellt die Busan Biennale 2026 das Motto „Dissonanter Chor" voran. Zur Eröffnung finden überall in Busan Kunstveranstaltungen und Ausstellungen statt, und die Menschen nennen diese Bewegung „Meer der Kunst". In diesem Herbst laufen in Busan das Filmfestival, die Biennale und kleine Filmfeste nach jeweils eigenem Zeitplan.

Vom 3. bis 7. September findet fünf Tage lang im Busan Cinema Center das 5. Filmfest der Einen Erde statt. Es ist ein 2022 in Busan gestartetes Filmfest zum Thema Klimakrise, das diesjährige Thema lautet „Mit unseren Fingerspitzen die Erde kühlen". Der Eröffnungsfilm ist „Das Lied der Bäume" von Regisseur Jin Jae-un.

„Das Lied der Bäume" begleitet Aktivitäten, die im Urwald des mittelamerikanischen Nicaragua mit dem Ziel durchgeführt wurden, der Erde Sauerstoff zurückzugeben. Ihr Umfang wurde mit etwa 3.000 Fußballfeldern verglichen.

Filmfestival, Biennale und regionale Filmfeste überschneiden sich in einer Jahreszeit
Filmfestival, Biennale und regionale Filmfeste überschneiden sich in einer Jahreszeit / ⓒ Breath Journal

Auch der Umfang der Einreichungen ist gewachsen. Gegenüber dem Vorjahr kamen 461 Filme hinzu, die Zahl der einreichenden Länder erreicht 148. Ein Filmfest, das vor fünf Jahren als kleiner Versuch in Busan begann, zieht nun die Kameras von mehr als hundert Ländern an.

Das Festival bleibt nicht auf die großen Kinos der Innenstadt beschränkt. Das Zentrum zur Förderung der Region der Stadt Yangsan teilte mit, am 19. August eine Kooperationsvereinbarung mit dem Internationalen Filmfestival Busan geschlossen zu haben. Beide betreiben gemeinsam das BIFF-Projekt „Filmemachen für alle" 2026, bei dem Anwohner der Region selbst planen, drehen und bis zur Vorführung bringen. Es ist ein Versuch, bei dem Menschen, die sonst im Zuschauerraum saßen, hinter die Kamera wechseln.

Es liegt auch die Idee vor, den Schulhof geschlossener Schulen, den Strand und den Raum unter dem Sternenlicht als Vorführorte zu nutzen. Wo und wann gezeigt wird, muss noch festgelegt werden.

Eine geschlossene Schule in ein Kino zu verwandeln, heißt ein leeres Gebäude wieder zu nutzen, und zugleich wird daraus mitunter ein Zudecken der Frage, warum dieses Gebäude leer steht. Dass in einer Stadt mit wachsenden Touristenzahlen die Festivals zunehmen, ist naheliegend, doch wie die zunehmenden Festivals den Alltag der Menschen verändern, die in dieser Stadt leben, ist eine andere Geschichte. Das Projekt, bei dem die Einwohner von Yangsan mit eigenen Händen Filme machen, liegt zwischen diesen beiden Strängen.

Am 1. September wird die Liste der eingeladenen Filme des Festivals veröffentlicht. Zuvor, am Abend des 3. September, wird im Busan Cinema Center ein Dokumentarfilm über den Urwald Nicaraguas gezeigt. Um auf dem Platz die Lichter des Stahldachs zu sehen, braucht man keine Karte.

Kim Beom-su, Reporter · Breath.Culture

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