
Der Innenraum ist fast schwarz. Mitten in diesem Dunkel steht ein Fensterflügel, dünne Sprossen teilen das Papier in große und kleine Vierecke. In der unteren Hälfte ist der Schatten von Blättern verlaufen. Die Umrisse der Blätter sind nicht scharf, zum Rand hin lösen sie sich weich auf.
Wäre es Glas gewesen, wäre der Schatten klar auf den Boden gefallen. Hanji macht das nicht. Es nimmt das Licht einmal auf und gibt es gleichmäßig wieder ab. Nur ein schmaler Glasstreifen, der quer durch die Mitte des Fensters läuft, zeigt die Struktur draußen roh, alles Übrige ist Licht, das das Papier gefiltert hat.
Es gab eine Zeit, in der Papier aus geklopfter, geschöpfter und getrockneter Rinde des Papiermaulbeerbaums zur Wand und zur Tür wurde. Diese Wand schrieb das Draußen ab, statt es abzuhalten. Bewegen sich die Blätter, bewegen sich auch die Blätter auf dem Papier, neigt sich die Sonne, rückt der Schatten den Sprossen entlang Stück für Stück weiter. Wer im Zimmer saß, las die Zeit draußen, ohne das Fenster zu öffnen.
Auch der Boden liegt im Dunkeln, ganz schwarz ist er nicht. Das Licht, das unter dem Fenster herabfließt, streift flach die Maserung der Dielen, und die Fugen zwischen den Brettern treten als dünne Linien hervor. Das Licht, das das Papier weich aufgelöst hat, nimmt das Holz nach seiner eigenen Maserung unterbrochen wieder auf. Nimmt man es so, dass dasselbe Blatt zweimal abgeschrieben wird, schreibt jede Fläche im Zimmer auf eine etwas andere Weise mit.
So ist das Älteste auf diesem Foto vielleicht nicht der Holzrahmen, sondern das Papier. Auch jetzt wird in irgendeinem Zimmer dasselbe Blatt auf dieselbe Weise abgeschrieben. Sehen Sie noch einmal auf den unteren Teil des Papiers. Von wo an der Rand des Schattens zu verschwimmen beginnt.
