
Die Tanzkompanie des Nationalen Gugak-Zentrums bringt das Tanzstück 〈Tanz, Hwachan(畫讚)〉 am 16. und 17. Juli auf die Bühne des Pungnyu Sarangbang im Nationalen Gugak-Zentrum. Es nimmt die Bildwelt des Malers Hyewon Shin Yun-bok aus der späten Joseon-Zeit zum Motiv und verknüpft in der Vorstellung den Weg, auf dem das Gemälde 〈Miindo〉 entstand. Die Liebe zwischen dem Maler Hyewon und der Gisaeng Bobae bildet die Achse der Erzählung. Die Aufführungspläne wurden am 1. Juli bekannt.
Das titelgebende „Hwachan" bezeichnet Texte, die man in die freien Stellen ostasiatischer Malerei schrieb, um Betrachtung und Lob festzuhalten. Auf die weißen Flächen, die das Bild nicht ausspricht und offenlässt, legt sich der Pinsel späterer Betrachter. Die Tanzkompanie hat diesen Brauch auf die Bühne übertragen und schreibt an die von der Bildfläche freigelassenen Stellen die Bewegungen des Körpers.
Die Genrebilder von Shin Yun-bok, an die das Stück anschließt, sind 〈Nosangtalbal〉, 〈Cheonggeumsangnyeon〉, 〈Mumudo〉, 〈Wolhajeongin〉, 〈Yugwakjaengung〉, 〈Ssanggeomdaemu〉 und 〈Sasijangchun〉. An Tanzformen treten Buchae-ipchum, Hallyangmu, Ssanggeomdaemu, Sugeon-ipchum, Janggu-chum und Salpuri-chum auf. Ein Bild wird nicht unverändert in eine Tanzszene übertragen.
Die Handlung führt die auf dem Markt gestreifte Begegnung der beiden in die Liebe und trennt diese Beziehung dann an der Ordnung und den Vorstellungen der Zeit. In der Festszene bei Herrn Kang legt Bobae die Blumenschuhe ab und geht in das Zimmer, und Hyewon steht, die zurückgelassenen Blumenschuhe im Arm, dem Verlust gegenüber. Diese Sehnsucht geht in 〈Miindo〉 über.
Die Regie übernahm Kim Chung-han, früherer künstlerischer Leiter der Tanzkompanie des Nationalen Gugak-Zentrums. Er erklärte, die Bilder von Shin Yun-bok fassten die Figuren nicht frontal, sondern hätten einen Blick, als sähe man von der Seite oder von hinten, und aus dieser Vorstellung sei das Stück hervorgegangen. In seiner Amtszeit brachte er 〈Goryeo-gamu〉, 〈Sangseonyaksu〉 und 〈Chunhyangdanjeon〉 heraus.
Die Wahl des Pungnyu Sarangbang hat nichts mit der Größe zu tun. Regisseur Kim sagte, dieser Raum sei ein Ort, an dem sogar der Atem der Tänzerinnen und Tänzer das Publikum erreiche, und statt den Umfang zu vergrößern, habe man sich auf die Feinheiten von Gefühl und Beziehung konzentriert. Bühnenbilder, die die Malerei Shin Yun-boks modern neu lesen, folgen der Schönheit der Kurven und der leeren Flächen.
Ein Interview, in dem der Choreograf Kang Yo-chan sagte, Tradition sei keine bloße Sache der Weitergabe, sondern eine Kultur, die mit dem heutigen Empfinden neu gelesen werde, wurde an diesem Tag ebenfalls veröffentlicht. Dieses Stück wählte den Weg, das Originalbild unangetastet zu lassen und dessen Leerstellen zu leihen.
Als Aufführungszeiten wurden der 16. um 19.30 Uhr und der 17. um 17.00 Uhr angegeben. Der Eintritt beträgt einheitlich 30.000 Won, Karten gibt es über die Website des Nationalen Gugak-Zentrums oder telefonisch (02-580-3300). Im selben Monat zeigt das Nationale Gugak-Zentrum auch die Kinderaufführung zum Mitmachen „Hallo, Schlaf!" in Seoul und Hwaseong.
