
Am Himmel steht keine einzige Wolke. Dahinter zieht sich ein grauweißer Grat mit aufliegendem Schnee in die Länge, darunter schichten sich Nadelwald und trockene braune Hänge. Das Dorf sitzt niedrig zu ihren Füßen, und über den Dächern der weiß verputzten Gebäude liegen dunkelblaue Paneele in großer Fläche. Auf dem Rasen rechts vorn ist der Raureif noch nicht ganz geschmolzen, der untere Teil des Hügels links liegt im Schatten.
Am Morgen des ausgehenden Winters bekommen die Dächer in diesem Dorf die Sonne zuerst. Und ein Teil dieser Dächer lässt das Licht nun nicht mehr einfach hindurch. Auch auf den roten Ziegeln des Nachbargebäudes und auf einem etwas entfernten niedrigen Dach liegt dieselbe blaue Fläche. Es sind Dächer, die sich so vermehrt haben, dass eines anfing und das Haus daneben nachzog.
Was in dieser Landschaft auffällt, ist das, was zu dem Vorhandenen hinzugekommen ist. Für die Anlagen wurde kein Berghang abgetragen und kein Wald gerodet. Die Dächer bekamen ohnehin jeden Tag Licht ab, neu ist allein die Entscheidung, dieses Licht aufzunehmen und zu nutzen.
Der Berg war weit länger hier als dieses Dorf, und der Schnee auf dem Grat liegt je nach Jahreszeit anders. Die Menschen, die diese Veränderung aus nächster Nähe sehen, haben bei der Spitze ihres eigenen Hauses angefangen. Auch während man auf die großen Entscheidungen wartet, liegt das Machbare meist so über dem Kopf.
Sieht man das Foto noch einmal an, sind die hellsten Flächen des Dorfes die dunkelblauen Vierecke auf den weißen Wänden. Daneben ziehen sich Dächer hin, auf die keine Paneele gekommen sind.
