
Unter einem bewölkten Himmel biegt sich der Spazierweg im Park sanft. Während sich die gelb verfärbten Blätter an den Zweigenden halten, liegt auf dem nassen Erdweg eine dünne Schicht gefallener Blätter. Ein Mann mit einer Kamera geht mit zum See auf der linken Seite gewandtem Kopf, und ein Stück weiter gehen zwei Menschen Schulter an Schulter. Noch weiter entfernt, am Ende des gebogenen Weges, sind ebenfalls zwei Menschen.
Der Ort, an dem das Auge auf dem Foto lange verweilt, ist das vorausgehende Paar. Die Person in der hellen Jacke ist etwas weiter hinten, die Person in der dunklen Kleidung einen halben Schritt voraus. Der Abstand zwischen beiden bleibt gleich, er vergrößert sich nicht und verringert sich nicht. Jemand wird langsamer gehen als sonst, und jemand wird sich etwas mehr anstrengen als sonst.
Zusammen zu gehen heißt nicht nur, auf demselben Weg zu sein. Es heißt ein Zustand, in dem der Schnelle seinen Schritt verlangsamt und der Langsame sich nicht entschuldigen muss. Pflege, Bildung und Arbeitswelt kommen am Ende auf diese Frage der Anpassung der Schrittlänge zurück. Die Schritte aneinander anzugleichen war immer schwerer, als den Weg zu verbreitern.
Der Weg auf dem Foto teilt sich auf der rechten Seite einmal. Auch auf dem abzweigenden Weg sind Menschen, und dieser Weg ist schmaler als der davor. Welchen Weg man auch geht, die nassen Blätter sind rutschig, und besonders unter den Füßen dessen, der allein geht.
Sieht man das Foto noch einmal an, liegt zwischen dem von hinten kommenden Mann und den beiden Menschen vorn eine recht große Entfernung. Diese Entfernung kann sich verringern oder so bleiben. Darüber entscheidet nicht der Weg, sondern die Gehenden.
