
Das National Gugak Center bringt passend zur Zeit der Nachtöffnung von Gyeongbokgung die ständige Aufführung „Klangsamen" des Jahres 2026 ab Mittwoch, dem 20. Mai, in der Sujeongjeon von Gyeongbokgung auf die Bühne. Die Aufführung dauert etwa 70 Minuten und findet von Mittwoch bis Samstag viermal wöchentlich um 19.30 Uhr statt. Im ersten Halbjahr sind es vom 20. Mai bis zum 5. Juni zehn Vorstellungen, im zweiten Halbjahr vom 2. September bis zum 2. Oktober fünfzehn, insgesamt 25. Das National Gugak Center gab diesen Terminplan heute bekannt.
Gespielt wird auf einer eigens errichteten Bühne auf der Terrasse der Sujeongjeon. Auf die kühle Maserung der Granitterrasse wird eine Holzbühne gelegt, und auf die Vorderfront des Gebäudes wird eine Mapping-Projektion gelegt. Der Stein hält die Wärme des Tages bis spät fest, so dass es auch in den Mainächten unter den Füßen lauwarm ist. Darauf bewegen sich etwa 60 Mitwirkende, darunter das Jeongak-Ensemble und die Tanzkompanie.
Die Handlung erzählt von einem Musiker, der in eine Schaffenskrise geraten ist. Er erlebt die Hofkunst am eigenen Leib, erkennt, dass die „Freude gemeinsam mit dem Volk" die Wurzel der Musik ist, und findet schließlich zu seinem eigenen Klang. Der Leitsatz lautet so.
„Buchstaben wie Notenschriften sind allesamt Klangsamen, und diese Samen keimen erst, wenn alle sie genießen." Über die Zeit hinweg setzen sich König Sejong und ein Musiker der Gegenwart einander gegenüber.
Die Abfolge beginnt mit Daechwita, führt über Bongnaeui, Suryongeum, Chunaengjeon und Cheoyongmu und schließt mit Yeominrak. Die Nabal und die Nagak des Daechwita sind Klänge, die gegen die Palastmauern schlagen und zurückkehren, und Bongnaeui ist ein Werk, das die Yongbieocheonga in Musik, Gesang und Tanz überträgt. Suryongeum werde in der Besetzung Saengso-byeongju gegeben, bei der Danso und Saenghwang gemeinsam erklingen, erklärte der Veranstalter. Angekündigt wurden auch Neudeutungen, die dem Chunaengjeon eine K-Pop-Choreografie und dem Cheoyongmu einen Idol-Gruppentanz unterlegen.
Regie und Textbuch übernimmt der Regisseur Yang Jung-ung. Er ist der Mann, der das Theaterstück „Faust" und die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang gemacht hat. Für die Jeongak-Musik zeichnet Lee Gun-hoe, künstlerischer Leiter des Jeongak-Ensembles, für den Tanz Kim Chung-han, künstlerischer Leiter der Tanzkompanie, in Planung und Mitwirkung verantwortlich.
Der Rede davon, im Palast Musik wiederzubeleben, haftet stets etwas Unbequemes an. Die Terrasse ist Stein, der zum Betreten gemacht wurde, zugleich aber ein Schutzgut, und die Wandflächen der Gebäude sind keine Flächen, die errichtet wurden, um Licht zu empfangen. Die Genehmigungs- und Sicherheitsbedingungen für den Bühnenaufbau und die Videoprojektion waren in den veröffentlichten Angaben nicht enthalten. Eindeutig ist allein, dass in derselben Nacht das Bewahren des Erbes und das Nutzen des Erbes zugleich gelingen müssen.
Im Umkreis von 400 m um die Sujeongjeon werden standortbasierte AR-Fotopunkte eingerichtet. Wer mit der Frontkamera des Mobiltelefons fotografiert, dessen Gesicht wird erkannt und in ein Bild überführt, das ihn im Daechwita-Gewand beim Blasen der Nagak zeigt, wer mit der Rückkamera fotografiert, erhält einen Rahmen aus Gugak-Instrumenten. Park Seong-beom, Leiter der Musikabteilung des National Gugak Center, teilte mit, dass jährlich mehr als zwei Millionen ausländische Touristen Gyeongbokgung besuchen. Darin liegt die Breite des Publikums, auf das diese Aufführung zielt.
Der Eintritt zur Aufführung ist frei. Zu zahlen ist gesondert nur der Eintritt für Gyeongbokgung in Höhe von 3.000 Won. Reservierungen werden ab dem 14. Mai, eine Woche vor der ersten Vorstellung, auf der Website des National Gugak Center (www.gugak.go.kr) nach Eingang der Anmeldungen entgegengenommen, die Platzzahl beträgt 120 pro Vorstellung. Übermorgen früh öffnet das Reservierungsfenster.
