
Bäume, die all ihre Blätter abgelegt haben, reihen sich zu beiden Seiten auf, und dazwischen entfernt sich der Weg geradeaus. Der Schnee liegt nicht dick, sodass das Grün des Rasens weißlich durchscheint, und der Himmel ist ein trübes Weiß, das seine Farbe fast verloren hat. Am Ende gehen zwei Menschen klein dahin, so weit entfernt, dass weder Gesicht noch Kleidung zu erkennen sind.
Wer auf einem solchen Weg steht, dem bleibt der Atem kühl an der Nasenspitze hängen. Die Schultern heben sich von selbst, die Hände wandern in die Taschen, und der Blick wandert zwischen den nahen Fußspitzen und dem fernen Fluchtpunkt hin und her. Die Fußsohlen tasten durch die Schuhe hindurch, ob die Erde unter dem Schnee fest oder weich ist.
Wer ins Kalte hinaustritt, denkt zuerst an das Ziel. Wie weit man gehen muss, wann man zurück sein muss. Wenn diese Rechnung während des Gehens ununterbrochen im Kopf läuft, wird der Weg nur zu einem Abschnitt, den man durchqueren muss.
Wie wäre es, das Ohr zu den Schritten hin zu senken. Das Geräusch des zusammengedrückten Schnees klingt bei dünner Decke knirschend, bei dicker eher quietschend, und es fällt auf demselben Weg an jeder Stelle anders aus. Wie wäre es, etwa zehn Schritte lang nur dieses Geräusch zu zählen. Während des Zählens vergisst man die verbleibende Strecke.
Dasselbe Zählen ist auch an der Haltestelle möglich. Wer beim Warten auf den Bus die Fußspitzen ein wenig bewegt und auf den gefrorenen Boden drückt, hört auch auf dem dünn verschneiten Gehweg ein anderes Geräusch als auf dem Weg. Zu beachten ist dabei nur, wie unterschiedlich die Länge von Einatmen und Ausatmen ist und ob diese Länge kürzer wird, wenn kalte Luft hereinkommt. Ohne zu messen oder zu korrigieren, genügt es, einfach zuzusehen.
Der Schnee schmilzt bald, und das Geräusch von heute lässt sich nur heute hören.
