브레스저널 The Breath Journal

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Die Hand, die darauf wartet, dass die Tinte trocknet

배진경·Veröffentlicht 2026-01-29 07:51 KST
Einem Satz, der nicht abgeschickt wird, einen Winternachmittag anvertrauen
Auch ohne Absenden kommt das Geschriebene an
Auch ohne Absenden kommt das Geschriebene an / Foto Anastasia Shuraeva · Pexels

Auf der grauweiß verblichenen Holzplatte liegt Papier verstreut. Dickes handgeschöpftes Papier, ein Siegelstempel, zwei offene Tintenfässer, ein Kraftpapierumschlag mit sichtbarer Faserstruktur. Das Winterlicht vom Fenster fällt schräg auf die linke Schulter, und die rechte Hand hält den Federhalter aus Holz und hat gerade den ersten Buchstaben auf die braune Karte gesetzt.

Die linke Hand hält das Papier fest, damit es nicht verrutscht. In dieser Haltung sinkt die Schulter von selbst, der Atem stockt kurz und löst sich dort, wo der Strich endet. Der Blick bleibt etwa zwei Fingerglieder von der Fingerspitze entfernt auf dem Strich, dessen Tinte noch nicht getrocknet ist.

Es gibt einen Satz, der nicht zu Worten geworden ist und in der Nähe der Kehle hängen bleibt. Solche Worte, die man lange mit sich trägt, weil man nicht entschieden hat, wem man sie sagen soll.

Man darf ein Blatt Papier hervorholen und diesen Satz in einer einzigen Zeile aufschreiben. Man muss ihn nicht in einen Umschlag stecken, man muss keine Adresse schreiben. Wie wäre es, nach dem Schreiben die Hand auf das Knie zu legen und zu warten, während die Tinte trocknet.

Dasselbe lässt sich auch in dem Moment ablegen, in dem man eine Schublade öffnet und schließt. Nach dem Abendabwasch setzt man sich mit abgetrockneten Händen an den Esstisch und legt eine weitere Zeile auf die getrockneten Striche. Dann lohnt es sich, mit den Augen zu prüfen, wie viel Kraft in den Fingern liegt, die den Federhalter halten, und ob die Gelenke von Daumen und Zeigefinger weiß werden. Auch wo die Stelle liegt, an der es lockerer wird, sieht man einfach zu.

Auf dem Schreibtisch stapeln sich still die nicht abgeschickten Blätter, und das Winterlicht drängt sie zu nichts.

Bae Jin-kyung, Redakteurin · Breath.Social

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