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Wer Genesung erlebt hat, hilft bei der Genesung

배진경·Veröffentlicht 2026-03-20 08:12 KST
Landesweiter Ausbau der Peer-Support-Infrastruktur, Mitspracherecht der Betroffenen bleibt eine Aufgabe
Eine Szene aus einem Genesungsprogramm, das Betroffene selbst planen und durchführen
Eine Szene aus einem Genesungsprogramm, das Betroffene selbst planen und durchführen / ⓒ Breath Journal

Die Grundlage des „Peer-Supports“, bei dem Menschen mit eigener Erfahrung psychischer Erkrankung anderen Betroffenen bei der Genesung zur Seite stehen, wird ab diesem Jahr spürbar breiter. Das Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt wird noch in diesem Jahr 20 Ausbildungseinrichtungen benennen, die Peer-Unterstützer ausbilden sollen, und die Peer-Support-Zufluchtsorte, von denen derzeit sieben gefördert werden, bis 2030 landesweit auf 17 erhöhen. Beim Ausbau der Zufluchtsorte sollen die Regionen außerhalb des Großraums Seoul im Mittelpunkt stehen. Die Ausbildung wird in einer Form durchgeführt, die Vorlesungen zurücknimmt und den Anteil von Diskussion und Praxis deutlich erhöht.

Zugleich beginnt ein Programm zur Aktivitätsförderung, das Einrichtungen, die Peer-Unterstützer einstellen, die Personalkosten trägt. Es richtet sich an die Peer-Support-Infrastruktur, an Zentren für psychische Gesundheit und Wohlfahrt sowie an Einrichtungen zur Förderung der psychischen Gesundheit und soll in diesem Jahr mit 88 Personen starten und bis 2030 schrittweise auf 300 Personen anwachsen. Insofern Mittel hinzukommen, die die Beschäftigung tragen, ist dies eine Veränderung, bei der eine bislang eher ehrenamtliche Tätigkeit die Form eines Arbeitsplatzes annimmt.

Jeong Kyung-sil, Leiterin der Abteilung für Gesundheits- und Medizinpolitik im Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt, besuchte am 20. das Koreanische Zentrum für selbstbestimmtes Leben von Menschen mit psychischer Behinderung (한국정신장애인자립생활센터) im Seouler Bezirk Gwanak, sah sich den Betrieb an und setzte sich mit Mitarbeitenden und Nutzenden zusammen. Es handelt sich um ein in Seoul gelegenes Peer-Support-Zentrum, in dem Betroffene die Programme selbst planen und betreiben. Bei dem Gespräch wurden Genesungsprogramme wie der Offene Dialog, Selbsthilfegruppen und der Stand der Ausbildung von Peer-Unterstützern vorgestellt, und politische Aufgaben für den Ausbau der Grundlagen wurden mitbehandelt.

Der Besuch hat den Charakter einer Anhörung vor Ort, um die Erfahrungen der Betroffenen in den in Aufstellung befindlichen dritten Rahmenplan für psychische Gesundheit und Wohlfahrt aufzunehmen. Der Rahmenplan ist ein staatlicher Plan, den das „Gesetz über die Förderung der psychischen Gesundheit und die Unterstützung von Wohlfahrtsleistungen für psychisch Erkrankte“ im Fünfjahresturnus vorschreibt. Der Geltungszeitraum des dritten Plans reicht von diesem Jahr bis 2030, die Veröffentlichung ist für Ende dieses Monats vorgesehen.

Die Blicke auf das Aufstellungsverfahren fallen nicht einheitlich aus. Verglichen mit dem zweiten Plan aus dem Jahr 2021 unterscheidet sich der dritte Plan darin, dass mehrere Organisationen betroffener Menschen mit psychischer Behinderung beteiligt waren. An der öffentlichen Anhörung am 6. dieses Monats im Ieum-Zentrum in Seoul-Yeouido nahmen Vertreter des Ministeriums, das Korea Institute for Health and Social Affairs (한국보건사회연구원) und Aktivisten von Organisationen aus dem Bereich der psychischen Behinderung teil, vorgestellt wurden unter anderem Pläne zur Ausweitung von Akutbetten und Akutkrankenhäusern. Dennoch kommt aus dem Lager der Betroffenen der Hinweis, die Diskussion sei überwiegend von Fachleuten bestimmt gewesen, sodass die Forderungen der Betroffenen nicht ausreichend in den Plan eingesickert seien.

Lee Han-gyeol, Generalsekretär des Koreanischen Zentrums für selbstbestimmtes Leben von Menschen mit psychischer Behinderung, ist in diesen Beratungen als Co-Forschungsbeauftragter aufgeführt. Er ist selbst von einer schizoaffektiven Störung betroffen und ein Aktivist, der seit über zehn Jahren die Praxis der Selbstständigkeit und der Interessenvertretung von Menschen mit psychischer Behinderung begleitet, und wurde als Träger des Koreanischen Menschenrechtspreises für Menschen mit Behinderung 2025 ausgewählt. Er ist auch Vorstandsvorsitzender der Sozialgenossenschaft Gyeonggi Urido (경기우리도사회적협동조합). Dass Betroffene in dem Sitzungsraum sitzen, in dem der Plan entsteht, ist an sich ein Bild, das es zuvor nicht gab.

Auch der Hintergrund, vor dem die Politik der Regierung zur psychischen Gesundheit steht, ist mitzubetrachten. Präsident Lee Jae-myung hat nach seinem Amtsantritt das Ziel ausgegeben, die Suizidrate bis 2034 um 40 % zu senken. Wenn die Maßnahmen auf dem Weg zu diesem Ziel dazu neigen, Betten und Einrichtungen zu vermehren, gerät die Weise, in der in der Gemeinde Mensch und Mensch einander begegnen und die Genesung weitertragen, vergleichsweise leicht ins Hintertreffen. Der Peer-Support ist die Achse, die die andere Seite trägt.

Da sich die drei Stränge Zufluchtsorte, Ausbildungseinrichtungen und Personalkostenförderung gleichzeitig bewegen, werden die Regionen, in denen man in einigen Jahren Peer-Unterstützer antreffen kann, weiter sein als heute. Wenn der endgültige Wortlaut des dritten Rahmenplans noch in diesem Monat sichtbar wird, lässt sich überprüfen, wie weit die im Sitzungsraum gewechselten Worte der Betroffenen als Sätze erhalten geblieben sind. Die Programme des Zentrums im Bezirk Gwanak laufen davon unabhängig auch heute durch die Hände der Betroffenen.

Reporterin Bae Jin-kyung · Breath.Social

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