
Eine Sonderausstellung über das aus dem Sinan-Schiff geborgene Rotsandelholz wurde am 15. im Museum für Unterwassererbe in Mokpo eröffnet. Es handelt sich um "Das Holz, das über das Meer kam, Rotsandel", vorbereitet vom Nationalen Forschungsinstitut für maritimes Erbe. Das Institut gab die Ausstellung am 14., einen Tag vor der Eröffnung, bekannt.
Die Ausstellung würdigt den 50. Jahrestag der Unterwasserbergung des Sinan-Schiffs. Das Museum für Unterwassererbe, das den Rahmen bildet, hat seinen früheren Namen Ausstellungshalle für maritime Fundstücke Mokpo abgelegt und ein neues Schild angebracht.
Rotsandel (紫檀) ist ein Holz, das im ersten Zeichen seines Namens die purpurne Farbe trägt. Das nun gezeigte Rotsandelholz lag zur Zeit der Bergung auf dem Boden des Sinan-Schiffs. Dazu hieß es, das Holz stamme aus Südostasien und sei etwa 700 Jahre alt.
Auf dem Holz befanden sich Schriftzeichen.
In eines der Ausstellungsstücke sind Phagspa-Zeichen eingraviert. Es ist die Schrift, die das Mongolische Reich zur Zeit der Yuan-Dynastie schuf und verwendete. Auch ein Rotsandelholz und ein Holztäfelchen mit der Aufschrift "Makosaburo" sind im Ausstellungsraum zu sehen.
Wer die Zeichen eingraviert hat und was auf dem Holz markiert werden sollte, bleibt auch im Ausstellungsraum ungeklärt. Ein einzelner Strich, eine einzelne Notation kann ein Anhaltspunkt sein, um die Hände, die dieses Holz berührt haben, und die Häfen, die es passiert hat, nachzuvollziehen.
Bei einem Fundstück, dessen Bergung 50 Jahre zurückliegt, sinkt die Sorge um Schäden, je tiefer es im Depot verwahrt bleibt. Die eingravierten Zeichen erschließen sich in ihrer Bedeutung aber erst, wenn viele Menschen sie betrachten. Das Nationale Forschungsinstitut für maritimes Erbe hat zum halben Jahrhundert beschlossen, das Holz in den Ausstellungssaal zu holen, und trägt damit auch die Last, dass es Licht und Luft länger ausgesetzt ist.
Wer nach Mokpo kommt, kann im Ausstellungssaal des Museums für Unterwassererbe nach einem Holzstück mit eingravierten Phagspa-Zeichen suchen.
