
Das 5·18-Archiv der Demokratiebewegung veranstaltet an der University of Michigan in den USA eine internationale Austauschausstellung mit Fotografien vom 5·18. Die ausgestellten Fotos wurden aus den Dokumenten zum 5·18 ausgewählt, die in das UNESCO-Weltdokumentenerbe eingetragen sind. Viele davon gehören zum Kernbestand der Eintragung.
Die Namen derer, die im Mai 1980 in Gwangju auf den Auslöser drückten, stehen in der Ausstellungsliste. Von den koreanischen Fotojournalisten sind Na Kyung-taek, Lee Chang-seong, Shin Bok-jin, Jang Jae-yeol, Kim Young-bok und Cho Sang-gi vertreten. Auch Fotos von Pfarrer Huntley werden gezeigt. Die Arbeiten der ausländischen Journalisten Norman Thorpe, Robin Moyer, François Lochon und Patrick Chauvel füllen die Wände daneben.
Ausgestellt werden dabei mehr als Fotos.
Ein 8-mm-Film, den der Bürger Mun Je-seong am 21. Mai 1980 in der Gegend um die Geumnam-ro aufnahm, wurde nach 45 Jahren entdeckt und restauriert und wird in dieser Ausstellung als Video öffentlich gezeigt. 8 mm ist ein kleines Filmformat für den Heimgebrauch. Es sind Bilder, die ein Mensch auf der Straße mit seiner eigenen Kamera festhielt.
Die Ausstellung umfasst 90 Fotos. Begleitveranstaltungen wie ein Symposium und eine Buchausstellung finden ebenfalls statt. Sie sind darauf angelegt, der internationalen Gemeinschaft die Geschichte des 5·18 und die Werte von Demokratie und Menschenrechten zu erläutern. Die ausgestellten Fotos stellte die Integrierte Sonderstadt Jeonnam-Gwangju (전남광주통합특별시) zur Verfügung.
Die Eintragung als Dokumentenerbe ist ein Verfahren zur Bewahrung. Die eingetragenen Originale verbleiben in Magazinen mit kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Diese Originale zu reproduzieren und an die Wand einer Universität in einem anderen Land zu hängen, verlangt eine andere Rechnung als die Bewahrung. Je länger Bilder dem Licht ausgesetzt sind, desto mehr nehmen sie Schaden.
Wie die in Gwangju aufgenommenen Schwarz-Weiß-Fotos an der Wand einer amerikanischen Universität gelesen werden, liegt bei den Besuchern. Schlagstöcke und Lastwagen und die Hände der Menschen, die Särge tragen, vermitteln sich ohne Dolmetscher. Mit dem groben Korn des 8-mm-Films verhält es sich ebenso.
Ausstellungszeitraum, Ort und Termine des Symposiums geben das Archiv und die University of Michigan nach und nach bekannt. Wer nur schwer in die USA reisen kann, kann die Originale derselben Fotos im 5·18-Archiv der Demokratiebewegung im Bezirk Dong-gu in Gwangju sehen.
