
Am Freitag, dem 4. September, um 9.30 Uhr kamen im offenen Auditorium im 11. Stock des Nationalen Zentrums für psychische Gesundheit (National Center for Mental Health) im Seouler Bezirk Gwangjin-gu 36 Fachkräfte zusammen, die mit Fällen von Kindesmisshandlung befasst sind. Es handelte sich unter anderem um Beamte für Kindesmisshandlungsfälle, Beraterinnen und Berater von Kinderschutzfachstellen sowie Mitarbeitende von Schutzeinrichtungen für misshandelte Kinder aus 17 Städten und Provinzen des Landes. Betreut wurden an diesem Tag die Erwachsenen, die sich bisher um die Kinder gekümmert hatten.
Es war ein 'Healing-Camp', das das Nationale Zentrum für psychische Gesundheit gemeinsam mit der Nationalen Agentur für Kinderrechte (National Center for the Rights of the Child) veranstaltete, ein Programm, das die seelische Gesundheit der Fachkräfte stärken und Burnout vorbeugen soll.
Die Veranstalter nannten als Ziel, die im Arbeitsalltag angesammelte emotionale Belastung zu verringern, die psychische Erholung zu unterstützen und die Fähigkeit zur Selbstfürsorge zu stärken. Zum Zeitpunkt der Veranstaltung wurde das Nationale Zentrum für psychische Gesundheit von Nam Yun-young geleitet, die Nationale Agentur für Kinderrechte von Kim Yu-im.
Das Programm stützte sich nicht allein auf Vorträge. In einer Einheit wurde die ACT-Matrix, eine Methode der Akzeptanz- und Commitment-Therapie, eingeübt, und auf dem Plan stand auch ein Programmpunkt zur Emotionsregulation mit Tai-Chi und einer Methode zur Energielenkung. Auch die Alexander-Technik war Teil des Programms. Die Veranstalter erklärten, die Vorträge seien durch erfahrungsorientierte Aktivitäten und den Austausch unter den Teilnehmenden ergänzt worden.
An diesem Tag nahmen aus allen 17 Städten und Provinzen zusammen 36 Personen teil. Nach welchen Kriterien die Teilnehmenden ausgewählt wurden und ob es nach dem Camp einen Weg zu weiterführender Beratung gibt, ging aus der Mitteilung des Tages nicht hervor.
Eine für psychische Gesundheit zuständige staatliche Einrichtung und eine für Kinderrechte zuständige staatliche Einrichtung befassten sich in einem gemeinsamen Saal mit dem Burnout von Fachkräften. Ob dieser Versuch mit 36 Teilnehmenden auf die Praxis im ganzen Land ausgeweitet wird, hängt von den weiteren Plänen der beiden Einrichtungen ab.
