
Im Landkreis Eumseong in der Provinz Chungbuk hat ein Allgemeinkrankenhaus eröffnet. Das Nationale Feuerwehrkrankenhaus (국립소방병원). Am Nachmittag des 11. fand hier die Eröffnungsfeier statt, nach dem Sachstandsbericht, der Festansprache und einer Feieraufführung besichtigten die Teilnehmer die Stationen. Zum ersten Mal ist im Land ein Fachkrankenhaus für Feuerwehrbeamte errichtet worden.
Der Umfang liegt bei 19 Fachabteilungen und maximal 302 Betten. Behandelt wird ambulant und stationär, dazu kommen Notfallmedizin, Gesundheitsuntersuchungen und Rehabilitationsbehandlung. Als spezialisierte Zentren wurden ein Verbrennungszentrum, ein Zentrum für psychische Gesundheit, ein integriertes Rehabilitationszentrum und ein Zentrum für Gesundheitsförderung eingerichtet.
Warum gerade diese vier ausgewählt wurden, lässt sich ohne Weiteres nachvollziehen, wenn man sich das Innere eines brennenden Gebäudes vorstellt, in das Feuerwehrleute hineingehen.
Wenn sich Feuerlöschen, das Herausziehen von Menschen und der Transport von Patienten wiederholen, leidet zuerst der Bewegungsapparat. Verbrennungen und Rauchgasinhalation sind ebenfalls Schäden, die bei Feuerwehreinsätzen immer wieder auftreten. Die posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, steht seit Langem auf der Liste der Berufskrankheiten von Feuerwehrbeamten, doch eine staatliche medizinische Einrichtung, die sich eigens darum kümmerte, gab es nicht.
Auch Präsident Lee Jae-myung besuchte an diesem Tag die Eröffnungsfeier. Einer der Orte, an denen er Halt machte, war das integrierte Rehabilitationszentrum. Von Cho Yoon-soo, dem Leiter des integrierten Rehabilitationszentrums, ließ er sich über den Betrieb des Zentrums berichten.
Die Rehabilitation befasst sich mit dem Weg zurück an den früheren Arbeitsplatz nach einer Verletzung. Die Feststellung, ob eine Rückkehr in den Einsatz möglich ist und wie weit die Genesung fortgeschritten ist, war in der Feuerwehrorganisation stets ein unklar gebliebener Punkt.
Dieses Krankenhaus bleibt nicht bei der Behandlung von Feuerwehrleuten stehen. Es übernimmt zugleich die Rolle einer regionalen Schwerpunkteinrichtung für schwere Erkrankungen, Notfälle und die notwendige medizinische Versorgung im mittleren Teil der Provinz Chungbuk. Für die Bewohner der Gegend um Eumseong bedeutet das auch, dass eine Notaufnahme näher gerückt ist.
An der Zahl von 302 Betten hängt die Einschränkung „maximal“. Wie viele Betten zum Zeitpunkt der Eröffnung tatsächlich betrieben werden und in welchen Schritten die Zahl steigen soll, wird sich zeigen, während das Krankenhaus seine Behandlungstätigkeit aufbaut. Je nachdem, wie das medizinische Personal besetzt wird, entscheidet sich auch die tatsächliche Behandlungskapazität der vier Zentren.
Bislang war die Gesundheit der Feuerwehrbeamten eher ein Bereich, um den sich jeder selbst kümmern musste. In welches Krankenhaus man gehen und was man sagen muss, damit Beruf und Symptome zusammen betrachtet werden, mussten die Betroffenen selbst erklären. Das Nationale Feuerwehrkrankenhaus behandelt Verbrennungen aus dem Feuerwehreinsatz und Schlaflosigkeit aus dem Feuerwehreinsatz im selben Gebäude.
Mit der Eröffnung hinterlässt das Nationale Feuerwehrkrankenhaus Behandlungsunterlagen. Zum ersten Mal sammeln sich in einer staatlichen medizinischen Einrichtung Daten darüber, wo und wie sich Feuerwehrbeamte verletzen.
