
Von heute an steht zwei Tage lang ein Bus mit 45 Sitzplätzen auf dem Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses von Baengnyeongdo. Es ist der "Maeum-Ansim-Bus" (마음안심버스), bei dem die Sitze entfernt wurden und der eigens als Beratungsraum gebaut wurde. Die Stadt Incheon eröffnet damit für die Bewohner von Baengnyeongdo im Kreis Ongjin eine "aufsuchende Beratungsstelle für psychische Gesundheit", dort kann man Stresstests und psychologische Beratung in Anspruch nehmen.
Am ersten Tag sind es zwei Orte, das Dorfgemeinschaftshaus von Yeonhwa 3-ri und der öffentliche Parkplatz in Bukpo-ri, am zweiten Tag das Sozialzentrum Baengnyeong (백령종합사회복지관). Die Haltepunkte wurden getrennt gewählt, um bis ins Innere der Dörfer zu gelangen.
Auf Baengnyeongdo leben etwa 4800 Menschen. Es ist die größte Insel Incheons, doch für seelisch schwere Zeiten gibt es kaum eine Beratungseinrichtung, die man aufsuchen könnte. Wer eine Beratung will, muss ein Schiff nehmen. Deshalb wird eine Beratung, die wie diesmal auf die Insel kommt, faktisch zum ersten Kontaktpunkt.
Die Stadt Incheon wies auch darauf hin, dass Baengnyeongdo militärisches Grenzgebiet ist. Immer wenn die Sicherheitslage schwanke, erlebten die Bewohner Anspannung und Unruhe, so die Erläuterung.
Es ist nicht der erste Versuch. Die Stadt Incheon hat auf Inseln wie Jangbongdo, Deokjeokdo und Yeonpyeongdo, die medizinische Versorgung und Angebote zur psychischen Gesundheit nur schwer erreichen, Beratungen durchgeführt. Auch Baengnyeongdo ist Teil desselben Projekts. Shin Byeong-cheol, Leiter des Amts für Gesundheit und Soziales der Stadt Incheon, äußerte sich zu diesem Projekt.
Die Stadt Incheon erklärte, sie werde den Kreis der Zielgebiete auf benachteiligte Gebiete ausweiten, in denen Angebote zur psychischen Gesundheit schwer zu erreichen sind, etwa Sozialwohnungsanlagen und Sozialzentren. Der am Lebensumfeld orientierte Ansatz, wonach eine Beratung im eigenen Wohnviertel möglich sein muss, wird auch in der Forschung vorgeschlagen.
In Pohang traf das Zentrum für psychische Gesundheit und Wohlfahrt des Bezirks Buk am 4. und am 8. an der Sunlin-Universität Studierende. Durchgeführt wurden ein Aromatherapie-Heilprogramm für die Hochrisikogruppe für Suizid und eine Ausbildung zu Lebensrettern (생명지킴이), die dabei hilft, Signale von Menschen im Umfeld zu erkennen. Im Hintergrund steht die altersstandardisierte Suizidrate Pohangs für 2024 von 27,1 je 100.000 Einwohner, die über dem Landesdurchschnitt von 24,6 liegt.
Mit diesem zweitägigen Betrieb wird die Lücke in der psychischen Gesundheitsversorgung auf der Insel nicht geschlossen. Wie und an wen es nach dem Ende der Beratung weitergeht, bleibt die verbliebene Aufgabe.
