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Weiße Masten mitten in Feldern

편집부·Veröffentlicht 2026-04-24 15:38 KST
Wo bei Sonnenuntergang der Wind über die Felder zieht
Der Wind zieht nur vorbei und verbrennt nichts
Der Wind zieht nur vorbei und verbrennt nichts / Foto Quang Nguyen Vinh · Pexels

Die Sonne sinkt hinter den Berg, und der Himmel teilt sich, oben blau, nahe am Horizont orange. Die Felder setzen sich aus Grün und Braun wie ein Flickenteppich zusammen, dazwischen zieht sich schmal ein weißer Weg. Darauf stehen weiße Masten, einer nach dem anderen. Der nächste ist so groß, dass die Flügelspitzen aus dem Bild ragen, die fernen werden im Dunst immer kleiner.

Zuerst fallen die Masten ins Auge, doch länger betrachtet man das, was darunter liegt. Das Reisfeld bleibt Reisfeld, der Acker bleibt Acker. Weil eine Energieanlage hinzugekommen ist, hat sich das Land nicht im Ganzen verändert. Der Mast steht auf einem einzigen kleinen Kreis, auf dem Rest wird weiter Landwirtschaft betrieben.

Wind muss nicht gefördert werden. Er wird nicht ausgegraben, nicht transportiert, nicht verbrannt. Es kommt eher dem nahe, etwas Vorbeiziehendes kurz festzuhalten, es drehen zu lassen und wieder fortzuschicken. Darum gibt es in dieser Landschaft keinen Rauch, und das Orange am Himmel ist Abendrot und kein Abgas.

Dieser Abend ist kein besonderer Tag an einem besonderen Ort, sondern ein Abend, wie er überall möglich ist, wo Wind weht. Wo was gebaut wird, wird gerade jetzt entschieden, und diese Entscheidung bleibt so lange wie jener weiße Weg.

Das Licht fällt schräg von links unten ins Bild. Deshalb liegt der Schatten jedes Mastes lang quer über den Feldrainen, und nur eine Seite der Flügel bekommt das Orange ab und leuchtet, die andere sinkt ins Grau. Dasselbe Licht legt sich dünn auch auf die Wasserfurchen zwischen den Reishalmen, sodass Energieanlage und Feldfrucht auf einmal nass werden. Je tiefer die Sonne steht, desto weiter reichen die Schatten zum Ackerland hin, doch dieser Schatten wandert bald weiter, und die Furchen bekommen ihren eigenen Abend.

Sieht man das Foto noch einmal an, in welche Richtung drehen sich die Flügel wohl. Woher der Wind kommt und wohin er entweicht, folgen Sie dieser Richtung einmal mit den Augen.

Redaktion · Breath.Culture

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