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Incheons erstes Sozialwohnprojekt „Dodeumjip“, die Tür ist geöffnet, aber es ist niemand da

배진경·Veröffentlicht 2026-01-24 07:43 KST
Die Wohnungen wurden bereitgestellt, doch in der Region gab es keinen Träger, dem der Betrieb übertragen werden konnte
In den Gemeinschaftsraum, den niemand nutzt, fällt nur Wintersonne
In den Gemeinschaftsraum, den niemand nutzt, fällt nur Wintersonne / ⓒ Breath Journal

Das dreistöckige Mehrfamilienhaus in Bupyeong 5-dong im Bezirk Bupyeong-gu in Incheon wurde 2019 als Sharehouse für junge Menschen eröffnet. Es war ein Teil des „Dodeumjip-Projekts“, des ersten Sozialwohnungs-Pilotprojekts in Incheon, dessen Betrieb die Incheon Urban Corporation (iH) an einen Träger der Sozialwirtschaft aus Seoul vergeben hatte. Am 22. gegen 10 Uhr lagen am Eingang dieses Gebäudes nur Zementsäcke, der Gemeinschaftsarbeitsraum und die Gemeinschaftsküche im Erdgeschoss waren leer. Am selben Tag fand im Sitzungssaal des Bau- und Verkehrsausschusses des Stadtrats von Incheon die „Politische Diskussionsveranstaltung zur Umsetzung von Sozialwohnungen nach Incheoner Modell“ statt.

Dodeumjip war ein Versuch, die Erneuerung der Altstadt und die Wohnungsfürsorge zusammenzuführen. Alte Häuser werden saniert und an junge Menschen und Alleinerziehendenfamilien vermietet, das Erdgeschoss wird als Gemeinschaftsraum geöffnet und mit dem Viertel verbunden. Bei diesem Modell trug der sozialwirtschaftliche Träger 20 % der Umbaukosten. Es war ein Entwurf, bei dem die Arbeit am Haus und die Arbeit, Menschen zu gewinnen und Beziehungen zu pflegen, getrennt übernommen wurden.

An dem vierstöckigen Mehrfamilienhaus in Juan-dong im Bezirk Michuhol-gu hängt ein Schild mit der Aufschrift „Saenghwaljutaek by Dodeumjip“ (생활주택 by 돋움집). Der Ort wurde als Modell errichtet, das auf Alleinerziehendenfamilien zugeschnittenes Wohnen mit Gemeinschaftsaktivitäten verbindet. Die Gemeinschaftswerkstatt im Erdgeschoss wird derzeit nicht dauerhaft betrieben, sie öffnet nur an Tagen mit Reservierung. Das Schild und der Raum sind geblieben, doch das, was darin täglich stattfinden sollte, ist weniger geworden.

Die Diskussion der Veranstaltung zielte genau auf diese Leerstelle. Der Vorsitzende Choi Hwan erklärte, an dem Betrieb der Sozialwohnungen in Incheon seien sozialwirtschaftliche Träger aus der Stadt praktisch nicht beteiligt, geführt hätten ihn Träger aus anderen Städten und Provinzen. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass Träger mit Betriebskompetenz wie Verwaltung und Mietergewinnung selten sind und deshalb Wege zum Aufbau von Fachkompetenz nötig seien. Seine Funktionsbezeichnung wird uneinheitlich als Vorsitzender des Verbands der Sozialunternehmen der Stadt Incheon und als Vorsitzender des Verbands der sozialwirtschaftlichen Unternehmen Incheons angegeben.

Dass die Basis in der Region dünn ist, zeigt sich auch in der Statistik. In Incheon gibt es 44 sozialwirtschaftliche Träger mit Wohnbezug, das sind etwa 4 % aller Träger. Jeong Hye-yeong, Geschäftsführerin des Verbands der Sozialgenossenschaften für Dorfverwaltung in Incheon, sagte, in den vergangenen Jahren habe es kaum Fälle gegeben, in denen öffentliche Einrichtungen Häuser in der Altstadt angekauft und als Mietwohnungen bereitgestellt hätten. Das heißt, dass in der Region sowohl die Seite, die Häuser saniert und anbietet, als auch die Seite, die diese Häuser betreibt, kaum gewachsen ist.

Auch die institutionelle Stütze ist dünn. Yoon Hye-young, Forschungsbeauftragte der Abteilung für Stadtraumforschung am Incheon Institute (인천연구원), stellte fest, für Sozialwohnungen gebe es kein klares übergeordnetes Gesetz, sodass man sich auf kommunale Satzungen stütze, und das System institutioneller und finanzieller Unterstützung zwischen Zentralregierung und Kommunen sei unzureichend. In Incheon hat die „Satzung über die Förderung von Sozialwohnungen der Stadt Incheon“ im Februar 2025 den Stadtrat passiert. Die Satzung ist entstanden, doch ein Gesetz, das sie von oben stützt, fehlt.

Als Alternativen wurden zwei Richtungen vorgestellt, ein „regionaler Vorschlagstyp“, bei dem sozialwirtschaftliche Träger der Region im Mittelpunkt stehen, und ein Umbautyp, der Nichtwohngebäude umnutzt. Vorgeschlagen wurde auch, mit Neubauten von 30-50 Wohneinheiten oder mit angekauften Mietwohnungen spezialisierte Modelle mit enger gefasster Zielgruppe wie junge Kunstschaffende oder frisch verheiratete Paare zu prüfen. Der Ansatz ist, sich an der Ausschreibung des Ministeriums für Land, Infrastruktur und Verkehr für regional begrenzte spezialisierte Mietwohnungen zu beteiligen oder iH Sozialwohnungen aus dem Umbau von Nichtwohngebäuden vorantreiben zu lassen und dabei vom Pilotprojekt an schrittweise vorzugehen. Lee Han-sol, Vorstandsvorsitzender des Koreanischen Verbands für Sozialwohnungen, nannte als Kernelemente die gemeinnützige Bereitstellung durch private Träger, die Funktion als räumlicher Stützpunkt in der Region, die Belebung der Gemeinschaft und Wohndienstleistungen in Verbindung mit sozialwirtschaftlichen Trägern.

Die Stadt Incheon erklärte, sie werde über die Gewinnung sozialwirtschaftlicher Träger und Ähnliches nachdenken. Welche Abteilung dies übernimmt und wann und mit welchem Budget es vorangetrieben wird, ist nicht bekannt. Ein Jahr nach der Verabschiedung der Satzung dürfte sich an der Frage, ob regionale Träger auf der Teilnehmerliste des nächsten Pilotprojekts stehen, entscheiden, ob diese Debatte umgesetzt wird.

Der Rollladen des Gebäudes in Bupyeong 5-dong ist heruntergelassen, die Werkstatt in Juan-dong öffnet nur an Tagen mit Reservierung. Beide Häuser sind hergerichtet worden, damit jemand darin wohnt, und stehen auch jetzt an ihrem Ort. Geändert hat sich, dass man den Grund für den Leerstand nicht dem Scheitern der Betreiber zuschreibt, sondern ihn als Problem eines Entwurfs behandelt, der in der Region niemanden für den Betrieb herangezogen hat, und darüber zu sprechen begonnen hat.

Reporterin Bae Jin-kyung · Breath.Social

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