
Der Tempelstätte Hoeamsaji in Yangju wird zugetraut, zwei Kriterien für die Eintragung in die Welterbeliste zu erfüllen. Das Welterbe-Beratungsgremium ICOMOS hat das Ergebnis seiner Vorabbewertung dem Korea Heritage Service mitgeteilt. Der Korea Heritage Service veröffentlichte das Ergebnis am 12. Oktober 2026.
Hoeamsaji ist eine Tempelstätte, von der kein Gebäude mehr erhalten ist.
Die Vorabbewertung ist ein Verfahren, das in der Frühphase der Vorbereitung eines Eintragungsantrags durchlaufen wird. Dabei tauscht man sich vorab mit dem Beratungsgremium aus und schärft die Darstellung des Werts der Stätte. Das Instrument soll vor dem eigentlichen Antrag Schwachstellen aussortieren und so die Aussichten auf eine Eintragung verbessern, die UNESCO hat es 2021 eingeführt. Der Korea Heritage Service reichte seinen Antrag im September vergangenen Jahres ein.
Die Kriterien, bei denen ICOMOS Potenzial sieht, sind (ⅱ) und (ⅲ). Welche Seiten von Hoeamsaji die beiden Kriterien erfassen, wird erst deutlich, wenn der vollständige Bewertungsbericht vorliegt.
Am selben Tag hielt der Stadtrat von Yangju die erste Plenarsitzung seiner 393. außerordentlichen Sitzungsperiode ab. Zur Abstimmung stand eine Eingabe, die mit Blick auf die Welterbe-Eintragung den Ausbau der Infrastruktur rund um die Stätte fordert. Es gab keine einzige Gegenstimme.
Je näher die Eintragung rückt, desto mehr Besucher kommen. Um Menschen zu empfangen, braucht es Einrichtungen. Doch der Wert eines Welterbes entsteht aus dem Bild, das ein Ort über lange Zeit bewahrt hat. Je nachdem, was und wie viel rund um Hoeamsaji gebaut wird, kann sich die Landschaft der Stätte verändern, und genau diese Landschaft wird begutachtet.
Über die Eintragung wird voraussichtlich 2029 entschieden. Bis dahin bleiben knapp drei Jahre. Wie die Hinweise aus der Vorabbewertung in den eigentlichen Antrag einfließen, muss der Korea Heritage Service klären. Ebenso bleibt abzuwarten, ob die Eingabe des Stadtrats in einer Form umgesetzt wird, die der Stätte nicht schadet.
Am Südhang des Berges Cheonbosan kann man über die dachlose Tempelstätte gehen. Zwischen Erde und Steinen hört man den Bergwind vorbeiziehen. Wie die Stätte aussieht, bevor sie 2029 begutachtet wird, kann man sich jetzt vor Ort ansehen.
