
Heute werden die Gassen von Sangam-dong im Seouler Bezirk Mapo nass. Das von Anwohnern selbst organisierte Dorffest "Tong Tong Tong Multong Tong" findet am Samstag, dem 11. Juli, einen Tag lang statt. Es ist in zwei Stränge gegliedert, Wasserspiele und Dorfmarkt.
Planung wie Durchführung sind Sache der Leute aus dem Viertel.
Für Wasserspiele in der Gasse braucht es nicht viel. Eine Gummiwanne, ein Schlauch und ein Kanister zum Auffangen des Wassers genügen. Nach Mittag steigen aus dem aufgeheizten Beton der Geruch von Wasser und von Staub zugleich auf, und die Spuren, die die Kinder beim Laufen hinterlassen, trocknen nach wenigen Schritten. Das dumpfe Geräusch aneinanderstoßender Plastikkanister kommt von den Mauern zurück.
Der Dorfmarkt ist die andere Achse des Festes. Verkäufer und Käufer wohnen in derselben Gasse. Es wird ein Markt, auf dem die Zeit für die Frage nach dem Befinden länger ausfällt als die Zeit für die Auswahl der Ware.
Sangam-dong ist eher als Viertel bekannt, in dem sich Rundfunk- und Bürogebäude aneinanderreihen. Dass hinter diesen Gebäuden weiterhin Gassen bestehen, in denen Menschen wohnen, ist von außen kaum zu sehen. Der Ort, an dem dieses Fest stattfindet, liegt in diesem Hinterland.
Verglichen mit den großen Wasserfesten, die die Kommunen jeden Sommer veranstalten, ist der eine Tag in Sangam-dong klein. Dafür ist er anderer Art, weil danach mehr Menschen einander wiedererkennen. Bei Veranstaltungen auf Dorfebene ändert sich der Charakter in dem Moment, in dem man die Größe steigert.
Kommen mehr Menschen, müssen auch mehr Hände vorbereiten, und um diese Hände zu bekommen, ruft man am Ende Personal und Mittel von außerhalb des Viertels herbei. Eine so gewachsene Veranstaltung entfernt sich von einem Tag für das Viertel.
Auch die Entscheidung, klein zu bleiben, hat ihren Preis. Wenn Jahr für Jahr dieselben Menschen dieselbe Arbeit übernehmen, sind sie nach wenigen Jahren erschöpft. Ob ein Dorffest lange Bestand hat oder nicht, hängt davon ab, ob die Menschen, die die Wasserkanister tragen, jedes Jahr wechseln.
Eine gesonderte Einladung gibt es nicht. Wer die Gasse betritt, wird nass, deshalb ist es besser, Kleidung zu tragen, die nass werden darf, und ein Ersatzhandtuch mitzunehmen. Das Fest endet mit dem heutigen Tag.
Veranstaltungsinformationen
Zeit: Samstag, 11. Juli 2026, ein Tag
Ort: Gassenbereich des Viertels Sangam-dong, Bezirk Mapo, Seoul
Veranstalter: Anwohner von Sangam-dong
Hauptprogramm: Wasserspiele, Dorfmarkt
