
Das Nationale Institut für Umweltforschung (National Institute of Environmental Research) und das Nationale Institut für Fischereiwissenschaft (National Institute of Fisheries Science) kommen am 15. zusammen, um das Problem zu bearbeiten, dass sich die Analysemethoden für Mikroplastik in Flüssen und im Meer voneinander unterscheiden. Der Studienkreis für Mikroplastik-Analysetechnik, an dem rund 20 Personen aus den beiden Instituten, aus beteiligten Einrichtungen und aus der Wissenschaft teilnehmen, findet im Seouler Bezirk Jung-gu statt.
Den Studienkreis hat das Nationale Institut für Umweltforschung gemeinsam mit dem Nationalen Institut für Fischereiwissenschaft und einem Gremium von Mikroplastik-Fachleuten vorbereitet. Das dem Ministerium für Klima, Energie und Umwelt zugeordnete Nationale Institut für Umweltforschung tauscht seit dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem Nationalen Institut für Fischereiwissenschaft im Juni 2024 Analysetechniken aus, und nun steht die Erörterung an, den über gut zwei Jahre gewachsenen Austausch in ein tatsächliches System zu überführen.
Die Veranstalter erläuterten den Hintergrund dieses Treffens so.
Mikroplastik gelangt auf allen Stufen von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung in die Umwelt. Berichte, dass es in Flüssen und im Meer und ebenso im Trinkwasser, in Fischereierzeugnissen und im Boden nachgewiesen wird, sind fortlaufend erschienen. Allerdings unterscheiden sich Proben vom Land und Proben aus dem Meer in ihren Eigenschaften, weshalb auch die Verfahren zu ihrer Behandlung auseinandergingen, und da die Methoden je nach Institut und je nach Medium verschieden sind, war es schwierig, Untersuchungsergebnisse gegenüberzustellen und zu vergleichen. Auch wenn man wusste, wo und wie stark die Verschmutzung ist, gab es keine gemeinsame Skala, um den Grad der Belastung miteinander zu vergleichen.
Das Problem unterschiedlicher Analysestandards besteht auch zwischen den Ländern. Es wird darauf hingewiesen, dass ein international einheitlicher Analysestandard noch nicht fertiggestellt ist und sich die Untersuchungsergebnisse der einzelnen Länder deshalb nur schwer unmittelbar gegenüberstellen lassen. Das ist auch der Hintergrund dafür, dass Korea und Japan bei der Internationalen Organisation für Normung die Standardanalysemethode für Mikroplastik ISO/TC 147 16094-4 gemeinsam federführend entwickeln. Im Studienkreis wird geteilt, wie weit die Entwicklung dieses Standards gediehen ist.

Die Punkte, die an diesem Tag besprochen werden, sind recht praxisnah. Die Beteiligten sehen sich gegenseitig den Stand der Forschung der einzelnen Institute und Anwendungsbeispiele der Analysetechnik an und prüfen, wie sich Störfaktoren herausfiltern lassen, die je nach Matrix und Probeneigenschaft auftreten, und nach welchem Maßstab die Qualitätssicherung anzusetzen ist. Vorgestellt wird auch das automatische Analyseverfahren, das das Nationale Institut für Umweltforschung erforscht hat. Dabei unterstützt ein Algorithmus die Arbeit, bei der die Partikel von Hand einzeln herausgesucht wurden.
Innerhalb des Programms, das um 14 Uhr beginnt und bis 18 Uhr dauert, startet die Gesamtdiskussion um 16 Uhr. In welcher Reihenfolge die Vorbehandlung erfolgen soll, wofür die pyrolytische Vorbehandlung eingesetzt werden soll, wie die Bedingungen der Dichtetrennung anzusetzen sind, welche Grenze die Wiederfindungsrate erfüllen muss. Das sind dem Anschein nach unbedeutende Einstellwerte im Labor, doch wenn sie auseinandergehen, kommen auch aus demselben Flusswasser andere Zahlen heraus.
Das Nationale Institut für Umweltforschung erklärte, es werde einen konkreten Umsetzungsplan erstellen, um mit dem Nationalen Institut für Fischereiwissenschaft eine gemeinsame Forschung und ein Kooperationssystem aufzubauen, und eine integrierte Analysegrundlage schaffen, mit der sich die Analyseergebnisse von Land und Meer miteinander vergleichen lassen. Kim Kyung-hyun, Leiter der Abteilung für Wasserumweltforschung, sagte, es sei wichtig, die Eigenheiten der je nach Bereich unterschiedlichen Analysetechniken zu verstehen und ein Analysesystem zu schaffen, das einen wechselseitigen Vergleich ermöglicht.
Die Standards sind nicht zu einem einzigen zusammengeführt worden. Dieses Treffen kommt eher einem Ausgangspunkt dieser Arbeit gleich. Wann und über welche Schritte die Standardisierung abgeschlossen wird, bleibt als Frage offen, deren Umrisse sich mit dem späteren Umsetzungsplan zeigen werden. Ob Regulierung oder Minderungsmaßnahmen, ohne vergleichbare Messwerte lässt sich nichts anpacken.
Der Abrieb von Synthetikfasern, der sich in der Waschmaschine löst, gehört zu den häufigen Ausgangspunkten von Mikroplastik. Schon der Wechsel zu einem engmaschigen Wäschenetz oder die Gewohnheit, die Wäsche zu sammeln und auf einmal zu waschen, verringert die Menge, die in den Abfluss gelangt.
