
Ein Projekt zur technischen Diagnose, das Kunststoffabfälle aus Produktionsbetrieben verringern soll, hat am 23. begonnen. Das Ministerium für Klima, Energie und Umwelt und die Korea Environment Corporation (한국환경공단) führen es gemeinsam durch. Als Betriebe für die Diagnose wurden 10 Standorte festgelegt. Die Abfallmenge, die in diesen Werken pro Jahr anfällt, beträgt 113.382 Tonnen.
Davon entfallen 39.547 Tonnen auf Kunststoffabfälle. Das sind 34,9 Prozent des gesamten Abfalls. Bei der Behandlung gehen 72 Prozent oder 81.640 Tonnen ins Recycling, 19,3 Prozent oder 21.858 Tonnen werden verbrannt. Deponiert werden 1.185 Tonnen, ein Prozent.
Die Auswahlkriterien wurden streng angesetzt. Erfasst sind Betriebe aus 18 Branchen, darunter die Herstellung von Gummi- und Kunststofferzeugnissen, die in den vergangenen drei Jahren im Jahresdurchschnitt mehr als 100 Tonnen überwachungsbedürftige Abfälle oder mehr als 1.000 Tonnen Gewerbeabfälle abgegeben haben. Unternehmen mit bereits hoher Recyclingquote wurden ausgenommen. Ausgeschlossen wurden auch Großunternehmen, die genügend eigene Mittel für Anlageninvestitionen haben, sowie Betriebe, die mit Abfällen umgehen, die sich ihrer Beschaffenheit nach schwer recyceln lassen.
Die Lage der drei namentlich genannten Betriebe ist jeweils unterschiedlich.
Novelis Korea führt Prozessschlämme und Schlacken, die bei der Aluminiumherstellung anfallen, dem Recycling zu. Doch 934 Tonnen Kunststoffabfälle wie Verpackungsfolien werden vollständig verbrannt. 77 Tonnen Staub werden vergraben.
Das zweite Werk von Korea Carbon gibt im Polyurethanschaum-Prozess 14.884 Tonnen Kunststoffabfälle ab und lässt davon 2.770 Tonnen extern verbrennen. Bei ES Green gehen von 4.374 Tonnen 3.497 Tonnen in den Verbrennungsofen.
Die Regierung setzt zwei Technologien ein. Die eine ist die Pyrolyse. Polymere Kunststoffabfälle werden auf 400-600 Grad Celsius erhitzt und zu Rohstoffen wie Naphtha zurückgeführt.
Die andere ist der optische Sortierer. Kunststoffabfälle aus verschiedenen vermischten Materialien werden mit Licht auseinandergehalten, was die Sortiergenauigkeit erhöht. Das Klimaministerium geht davon aus, dass von den 39.547 Tonnen Kunststoffabfall der betroffenen Unternehmen die verbrannten 14.130 Tonnen, im Verhältnis 35,7 Prozent, zu Rezyklaten und Pyrolyseöl umgeleitet werden können.
Ab dem kommenden Jahr werden die Förderung für den Aufbau intelligenter Ökofabriken und die Förderung des Leistungsmanagements in der Kreislaufwirtschaft zu einem Paket zusammengefügt. Auch Finanzprogramme wie Darlehen zur Förderung der Umweltindustrie der Zukunft und Zinszuschüsse für grüne forderungsbesicherte Wertpapiere (G-ABS) sollen angebunden werden. Ob die Verbesserungsvorschläge tatsächlich eingehalten wurden, wird durch erneute Vor-Ort-Besuche und den Abgleich mit den Aufzeichnungen des Allbaro-Systems überprüft.
Die Zielwerte für die Umstellung lassen sich nicht einheitlich lesen. Einerseits gibt es das Ziel, 4.600 Tonnen Kunststoffabfall und 77 Tonnen Staub und Ähnliches, die bisher verbrannt oder deponiert wurden, dem Recycling zuzuführen und die Abfallmenge selbst um 320 Tonnen zu senken, andererseits wurde zugleich der Erwartungswert einer Umstellung von 14.130 Tonnen aus der Verbrennung genannt. Ob es sich um eine zu erreichende Zielmarke oder um ein theoretisch mögliches Potenzial handelt, geht auseinander, und davon hängt ab, an welchem Maßstab der Projekterfolg später gemessen wird.
Auch außerhalb der Fabriken läuft dieselbe Entwicklung. Das Klimaministerium hat am 13. im Seoul Upcycling Plaza mit der Kaffee-, Fastfood- und Backwarenbranche eine Vereinbarung zur Verbreitung einer plastikfreien Praxiskultur geschlossen. Unterzeichnet haben 16 Kaffeemarken, 5 Fastfood-Ketten und 2 Bäckereiketten sowie rund 150 Einzelfilialen. Zusammengerechnet sind es landesweit rund 22.000 teilnehmende Filialen.
Die Filialen verpflichten sich zu drei Punkten. Sie verwenden keine Behälter wie PET-Dosen, die das Recyclingsystem stören. Sie geben bei heißen Getränken keine zwei ineinandergesteckten Einwegbecher aus. Strohhalme werden nur auf Wunsch der Kundschaft herausgegeben.
Wer einen Mehrwegbecher mitbringt, erhält zusätzlich zum Preisnachlass 300 Won Klimaneutralitätspunkte. Je nach Filiale kommen bis zu 800 Won zurück. Die einzelnen Umsetzungsstrategien der Filialen laufen ab September richtig an.
Die bei einer Tasse Kaffee gesparten 800 Won und die 10.000 Tonnen, die vom Verbrennungsofen der Fabrik abgewendet wurden, haben eine unterschiedliche Größenordnung. Beide Projekte haben im selben Jahr jeweils ihren Zeitplan festgelegt und begonnen. Die Ergebnisse der Umsetzungsstrategien in den Filialen und der technischen Diagnose in den Fabriken lassen sich anhand der Erhebungen ab September überprüfen.
