
Das 38. Goyang-Haengju-Kulturfest findet am 13. Juni rund um die Festung Haengjusanseong in Goyang, Provinz Gyeonggi, statt. Eine historische Nachstellung, die an die Schlacht von Haengju erinnert, und Mitmach- und Erholungsprogramme zum Anfassen und Verweilen sind gemeinsam im Tagesprogramm untergebracht. Die Bühne des Festes ist kein eigens eingerichtetes Ausstellungsgelände. Der Berg, auf dem der Kampf von 1593 tatsächlich stattfand, ist zugleich die Bühne.
Ein Schwerpunkt des Programms ist die Nachstellung. In der Form, an der die Gedenkveranstaltung zum Sieg lange festgehalten hat, gehen die Menschen die Szenen jenes Tages körperlich noch einmal ab. Der andere Schwerpunkt sind Mitmachangebote und Erholung, die Zusammenstellung ist auf einen Tag hin angelegt, an dem man geht und sich setzt, etwas anfasst und weitergeht. Der Zeitplan der einzelnen Programmpunkte wird später bekannt gegeben.
Die Mauern von Haengjusanseong bestehen eher aus Erde als aus Stein. Auf dem Grat wächst zu Sommerbeginn das Gras kniehoch, und beim Auftreten knirscht die trockene Erde. Auf dem Gipfel, wohin der Wind vom Fluss heraufzieht, wechselt die Farbe des Hangang zwischen Grau und Grün. So fühlt sich der Ort, an dem das Fest stattfindet, im Großen und Ganzen an.
Die achtunddreißigste Ausgabe bedeutet, dass über eine Generation hinweg derselbe Tag begangen wurde. In dieser Zeit ließ sich die Veranstaltung immer schwerer allein mit dem Namen Siegesgedenken erklären. Während die Menschen aus der Region Jahr für Jahr denselben Berg hinaufstiegen und dieselbe Geschichte wiederholten, ist die Erinnerung nach und nach vom Staat in den Ort übergegangen.

Eine historische Stätte als Bühne zu nutzen, bleibt in Teilen heikel. Eine aus Erde aufgeschüttete Festung bricht ein, wenn viele Menschen darauf treten, und ein einmal eingebrochener Grat kehrt nicht in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Lässt man aber niemanden herein, wird die Stätte zwar geschützt, aber zu einem Hügel, an den sich niemand erinnert. Das Fest wird jedes Jahr aufs Neue zwischen diesen beiden Seiten abgewogen.
Der Deogyangsan ist nicht hoch, doch bis zum Gipfel geht es bergauf. Erdwege und Treppen wechseln sich ab, deshalb sind flache Schuhe bequem, und da der Schatten ungleichmäßig fällt, ist es besser, Hut und Wasser mitzunehmen. Für Eintritt und Anmeldeverfahren gilt die endgültige Bekanntmachung.
Am 13. Juni finden auf dem Erdwall mit dem Rücken zum Fluss einen Tag lang Nachstellung und Erholung zur selben Zeit statt. Es genügt, das Schlachtfeld von vor 431 Jahren zu Fuß hinaufzugehen, sich auf den Grat zu setzen, auf den Fluss zu schauen und wieder abzusteigen. Die älteste unter den Arten, Erinnerung zu bewahren, ist es, selbst dorthin zu gehen.
Veranstaltungsinformationen
Termin: Samstag, 13. Juni 2026
Ort: Gebiet der Festung Haengjusanseong (Goyang, Provinz Gyeonggi)
