
Vor Buddhas Geburtstag färbt sich die Umgebung des Yeongildae-Strands in Pohang mit fünffarbigen Lotuslaternen. Es ist das '2026 Kulturfest der Bürgerkommunikation', das der Pohanger Buddhistische Tempelverband (포항불교사암연합회) veranstaltet. Entlang des Sandstrands und der Küstenpromenade werden Laternen aufgehängt, und im Wind, der vom Meer herandrängt, schwanken die Papierhüllen tief.
Eine Lotuslaterne ist ein Gegenstand, der viel Arbeit macht. Bambusstreifen werden gebogen und zu einem Gerüst aufgestellt, darauf wird Hanji-Papier in Lagen geklebt und anschließend rot und blau eingefärbt. Der klamme Geruch, der aufsteigt, während der Kleister trocknet, und das trockene Geräusch, wenn Papier an Papier streift, stecken alle in einer einzigen Laterne. Wenn der Docht Feuer fängt, erwachen diese Lagen von innen her und die Farbe breitet sich aus.
Der Yeongildae-Strand ist das Meer, an dem die Menschen aus Pohang jeden Abend entlanggehen. Wird es Nacht, reihen sich die Lichter der Fabrik jenseits der Bucht lang über der Wasseroberfläche. Hängen darüber die Lotuslaternen, dann schwanken das Licht der Industrie und das Licht des Glaubens gemeinsam in derselben Welle.
Laternen aufzuhängen war ursprünglich ein Ritus. Im Tempelhof Laternen anzubringen, das Dunkel zu erhellen und im Herzen zu beten, hat sich lange fortgesetzt. Wenn diese Handlung in die Beleuchtung eines Bürgerfests überführt wird, folgt eine Spannung. Denn dass die Sprache des Ritus dünner wird und dass sich die Tür für mehr Menschen öffnet, geschieht innerhalb einer Veranstaltung gleichzeitig.

Dass der Verband das Wort 'Kommunikation' in den Namen der Veranstaltung aufgenommen hat, liest sich als Absicht, diese Spannung nicht zu beschönigen. Es heißt, am Strand etwas schaffen zu wollen, das weder bei einer Andacht nur für Gläubige noch bei einer Nachtansicht, an der Touristen vorbeiziehen, stehen bleibt. Der Vorgang, in dem ein Gegenstand der Religion zu einem Gegenstand der örtlichen Gemeinschaft wird, beginnt meist auf diese Weise, bei den Händen, die die Laternen gemeinsam anfertigen und gemeinsam aufhängen.
Das genaue Programm und die Eintrittspreise stehen noch aus. Feststehend sind der Ort und der Veranstalter. Beim nächtlichen Meerwind im Mai gerät man leicht in Verlegenheit, wenn man sich auf die Temperatur des Tages verlässt, daher nimmt man besser eine Jacke mit.
Eine Lotuslaterne ist ein Gegenstand, den man lange ansehen muss, um ihn zu sehen. Aus der Ferne ist sie ein Farbklumpen, tritt man näher, zeigen sich die Maserung des Hanji, die Pinselspuren und noch das Zittern der Hand dessen, der die Laterne gemacht hat. Wenn die Sonne untergegangen ist und man einige Schritte zum Wasser hinausgeht, sieht man, wie die von den Wellen fein zerbrochenen Laternenlichter auf der Wasseroberfläche wieder aufleuchten.
Veranstaltungsinformationen
Zeit: um Buddhas Geburtstag (genauer Termin wird noch bekannt gegeben)
Ort: Umgebung des Yeongildae-Strands in Pohang
Veranstalter: Pohanger Buddhistischer Tempelverband (포항불교사암연합회)
