
Das Fest des Generals im roten Gewand in Uiryeong (Provinz Gyeongsangnam-do) findet bis zum 19. im Bürgerpark von Uiryeong statt. Die Veranstaltung ruft jedes Jahr die Erinnerung an die Aufständischen wach, die in roten Gewändern kämpften. Die Szene, bei der die Blicke der Besucher in diesem Jahr am längsten verweilen, ist die Stunde, in der ausländische Studierende mit Fackeln den Weg der Aufständischen gehen.
Eine Fackel wiegt in der Hand mehr, als man denkt. Der Geruch des brennenden Kienspans setzt sich in der Kleidung fest, und das Geräusch der Flamme, die sich im Wind legt, mischt sich mit den Schritten. Dass die Menschen, die dieses Feuer tragen, nicht in diesem Land geboren und aufgewachsen sind, macht den Zug in diesem Jahr anders.
Rot ist die stoffliche Beschaffenheit dieses Festes selbst. Auf den Zeltplanen, auf den Fahnen, auf den Gewandsäumen, die bei jedem Schritt schwingen, wiederholt sich dieselbe Farbe. Die Farbe ist über die Verzierung hinaus eher ein Zeichen, das Erinnerung markiert. Aus der Ferne zieht sich der ganze Park wie ein einziges rotes Band hin.
Die historische Erinnerung einer Region wurde meist über die Körper der Menschen dieser Region weitergegeben. Der Sohn ging den Weg, den der Vater gegangen war, und der junge Mann übernahm die Fahne, die ein Dorfältester getragen hatte. In Landkreisen, in denen die Bevölkerung schrumpft und die jungen Generationen in die Städte gezogen sind, lässt sich diese Weise immer schwerer durchhalten.
Darin liegt der Grund, warum der Fackelzug der Auslandsstudierenden auffällt. An einem Ort, an dem es weniger Menschen gibt, die die Erinnerung übernehmen, tragen die Körper Fremder ohne örtliche Bindung diese Erinnerung stellvertretend weiter. Ob man darin eine Weitergabe oder eine Inszenierung sieht, wird je nach Betrachter verschieden ausfallen. Doch das Gefühl der Erde, das während des Gehens an den Fußsohlen bleibt, fragt nicht nach der Staatsangehörigkeit.
Auch die Spannung zwischen Bewahrung und Nutzung folgt dem Zug. Macht man Geschichte zum Fest, kommen Menschen zusammen, doch damit kommt auch die Gefahr, dass eine zum Anlocken inszenierte Szene die ursprüngliche Erinnerung überschreibt. Damit die Geschichte der Aufständischen nicht nur als Tourismusprodukt verbraucht wird, müssen die Teilnehmenden des Zuges selbst sagen können, was sie da getragen haben. Wenn diese Worte kommen, wird aus dem Fest eine Sprache der Gemeinschaft statt einer Veranstaltung.
Die Veranstaltung endet am 19. Tagsüber lohnt es sich, den ganzen Park langsam abzugehen, den Fackelzug kann man nach Sonnenuntergang sehen. Wer die aneinandergereihten, schwankenden Lichter sehen möchte, geht besser zur Abendzeit hin. Da der Nachtwind kühl ist, empfiehlt es sich, eine Jacke mitzunehmen.
Veranstaltungsinformationen
Zeit: bis Sonntag, 19. April 2026
Ort: Bürgerpark von Uiryeong, Provinz Gyeongsangnam-do
